Die französische Nationalmannschaft hat sich nach einem Sieg gegen Marokko für das Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft qualifiziert. Die Leistung der Franzosen, insbesondere die von Kylian Mbappé, wurde in den internationalen Medien gelobt. Das Spiel, das in Foxborough stattfand, zeigte eine dominante französische Mannschaft, die sich Chance um Chance erspielte und defensiv kaum in Bedrängnis geriet.
Die französische Zeitung L’Équipe titelte nach der Partie, die als überraschend einseitig beschrieben wurde, „Unaufhaltsam“. Auch die Pariser Tageszeitung Le Parisien blickte bereits auf den WM-Pokal und betonte, dass die Mannschaft noch zwei Spiele gewinnen müsse, die wichtigsten ihrer gesamten Fußballkarriere. Le Figaro hob hervor, dass Frankreich im Viertelfinale Geduld beweisen musste, bevor das Duo Mbappé und Ousmane Dembélé Marokko bezwang.
Mbappé im Fokus
Kylian Mbappé zeigte erneut seine Nervenstärke und sein Können auf dem Spielfeld. Er erzielte den 20. WM-Treffer seiner Karriere, ein Tor, das Frankreich nach einer Stunde Spielzeit auf den Weg brachte. Wenige Minuten später bereitete Mbappé ein weiteres Tor für Dembélé vor, der den Treffer vollendete. Mbappé betonte nach dem Spiel, dass es nicht darum gehe, wer die Tore erzielt, sondern dass die Mannschaft für Frankreich kämpfe.
Trotz eines verschossenen Elfmeters in der 28. Minute gegen Marokko, bei dem er an Marokkos Torwart Bono scheiterte, ließ sich Mbappé nicht beirren. Die Verzögerung vor dem Elfmeter, die durch eine Überprüfung eines Fouls durch den VAR verursacht wurde, war ungewöhnlich lang. Viele Spieler hätten eine solche Szene während eines Spiels nicht so schnell abschütteln können, doch Mbappé zeigte sich unbeeindruckt.

In der ewigen WM-Torjägerliste ist Mbappé nun bis auf einen Treffer an Rekordhalter Lionel Messi herangerückt. In der Torschützenliste dieses Turniers liegen beide Spieler mit jeweils acht Treffern gleichauf. Das Wettschießen um den goldenen Schuh spitzt sich somit zu. Auch in den USA wurde die Leistung von Mbappé gewürdigt, wobei The Athletic fragte: „Kann sie überhaupt jemand stoppen?“
Teamgeist und internationale Reaktionen
Die französische Mannschaft zeichnet sich durch einen bemerkenswerten Teamgeist aus. Dass gleich mehrere Hochkaräter wie Mbappé und Dembélé zusammenarbeiten, wurde als Zeichen der Geschlossenheit gewertet. Der frühere schwedische Topstürmer Ibrahimovic lobte nach Frankreichs Sieg gegen Marokko den Münchner Olise als einen der zuverlässigsten Vorbereiter von Mbappé. Ibrahimovic bezeichnete Olise als „den Tom Brady Frankreichs“ und hob seine Fähigkeit hervor, den Ball präzise zu liefern.
Die internationalen Pressestimmen waren überwiegend positiv. The Telegraph aus England sprach von einem „ungefährdeten Sieg für Frankreich“ und bemerkte, dass die Mannschaft ins Halbfinale „spaziert“ sei. Es sei kaum etwas von der Anspannung, dem Druck und dem Nervenkitzel zu spüren gewesen, die man normalerweise mit einem WM-Viertelfinale verbindet. Die Partie wirkte eher wie ein Gruppenspiel, eine Pflichtaufgabe, die es abzuhaken galt.
Auch in Spanien konzentrierten sich die Schlagzeilen auf Kylian Mbappé. Die Sportzeitung Marca schrieb: „Mbappé knackt den unbezwingbaren Bono.“ AS hob neben dem Stürmer auch Nationaltrainer Didier Deschamps hervor, der bei seiner dritten WM-Teilnahme als Trainer erneut nicht enttäuscht habe. Mundo Deportivo schwärmte von Mbappé als „Genie“ und „geborenen Torjäger“.
Die italienische Gazzetta dello Sport urteilte, dass „Frankreich von einem anderen Planeten“ sei, während der Schweizer Blick schrieb: „Mbappé macht Penalty-Bock wett und rückt Messi auf die Pelle.“ Die österreichische Krone sah Frankreich derweil bereits als Topfavoriten auf den Titel. Marokkos Nationaltrainer Mohamed Ouahbi zeigte sich trotz der Niederlage gefasst und betonte, dass die Mannschaft alles gegeben habe und das Spiel ihnen zeigen werde, was für kommende Turniere noch fehle.
Marokko, das sich in dieser WM erneut viel Anerkennung verdient hatte, schied mit einem 0:2 aus dem Viertelfinale aus. Die Nordafrikaner hatten in diesem Spiel eine schwere Hypothek zu schultern, da Ismael Saibari, der nach der WM zum FC Bayern wechselt, angeschlagen fehlte. Saibari war der offensive Anker der Mannschaft, und ohne ihn taumelte das Spiel Marokkos führungslos über die krachenden Wellen des französischen Pressings. Die Franzosen haben nun sechs Spiele, sechs Siege und ein Torverhältnis von 16:2 in diesem Turnier.
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Source: web.de