BioNTech hat am 5. Mai 2026 angekündigt, mehrere Standorte zu schließen und bis zu 1.860 Stellen abzubauen, was auf den gesunkenen Produktionsbedarf für COVID-Impfstoffe zurückzuführen ist. Die betroffenen Standorte befinden sich in Idar-Oberstein, Marburg und Tübingen.
Wichtige Fakten:
- Die Schließungen sollen dem Unternehmen jährlich rund 500 Millionen Euro einsparen.
- Die BioNTech-Aktie fiel nach der Ankündigung um mehr als fünf Prozent.
- Im ersten Quartal 2026 verzeichnete BioNTech einen Verlust von 532 Millionen Euro.
Die Entscheidung folgt auf die Übernahme von CureVac im Dezember 2025 für 1,25 Milliarden Dollar, die BioNTech in eine starke Position im Bereich der mRNA-Technologie bringen sollte. Doch die Realität sieht anders aus: Die Forschung in Tübingen steht seit August 2025 still, was Fragen zur Zukunft der Krebsforschung aufwirft.
Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, äußerte sich besorgt über die Auswirkungen der Schließungen: „Das ist ein schwerer Schlag für Tübingen, für Baden-Württemberg und vor allem für die vielen hochqualifizierten Beschäftigten.“ Ingmar Hoerr, Mitbegründer von CureVac, sprach ebenfalls von Bedauern: „Mir tut es vor allem für die Mitarbeiter leid, die seit Anbeginn dabei sind, die extrem viel geleistet haben.“
Die nächsten Schritte von BioNTech sind derzeit unklar. Offizielle Informationen über den genauen Zeitrahmen für die Standortschließungen wurden nicht bereitgestellt. Die Schließung der CureVac-Standorte soll bis Ende 2027 erfolgen, was weitere Unsicherheiten schafft.