JPMorgan: Bankerin beschuldigt, Kollegen sexuell missbraucht zu haben

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Im Frühjahr 2024 begannen die Vorwürfe gegen Lorna Hajdini, eine Bankerin bei JPMorgan, als sie mit einem männlichen Mitarbeiter, der anonym als ‚John Doe‘ auftritt, zusammenarbeitete. Der Kläger erhebt schwere Anschuldigungen: Er gibt an, über Monate hinweg sexuell missbraucht und unter Drogeneinfluss gesetzt worden zu sein.

Die Vorwürfe im Detail:

  • Hajdini soll den Kläger zu ’nicht einvernehmlichen und erniedrigenden sexuellen Handlungen‘ gezwungen haben.
  • Sie wird beschuldigt, ihm mehrfach die Vergewaltigungsdroge ‚Roofies‘ verabreicht zu haben.
  • Darüber hinaus soll sie rassistische Beleidigungen ausgesprochen haben.

Die Klage wurde anonym eingereicht, da der Kläger angibt, Drohungen erhalten zu haben. In einer erschreckenden Äußerung soll Hajdini gesagt haben: „Wenn du mich nicht bald fickst, werde ich dich ruinieren … vergiss niemals, ich besitze dich verdammt noch mal.“ Diese Worte verdeutlichen das Machtspiel, das sich innerhalb der Wände von JPMorgan abspielte.

JPMorgan selbst hat die Vorwürfe zurückgewiesen und betont, dass Hajdini sich niemals unangemessen verhalten habe. Dennoch wirft die Klage der Bank vor, den mutmaßlichen Missbrauch geduldet zu haben. Beobachter sind sich uneinig darüber, wie diese Situation die Reputation von JPMorgan beeinflussen könnte — besonders in einer Zeit, in der Unternehmen zunehmend für ihre internen Kulturen zur Verantwortung gezogen werden.

Die Harvard Business School hat in der Vergangenheit Studien veröffentlicht, die darauf hinweisen, dass sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz weit verbreitet ist und oft nicht ausreichend verfolgt wird. Diese neue Klage könnte einen weiteren Anstoß für Veränderungen in der Branche geben.

In den kommenden Wochen wird mit einer ersten Anhörung gerechnet. Der Ausgang dieses Falls könnte weitreichende Konsequenzen nicht nur für die Beteiligten haben, sondern auch für die gesamte Bankenbranche.