Die Finanzexpertin Dr. Daniela Sußmann warnt, dass klassische Sparformen wie das Sparbuch durch die Inflation zu einem schleichenden Wertverlust führen. Besonders Frauen sind betroffen, da sie oft auf diese vermeintlich sicheren Anlagen setzen. Die Realität ist jedoch alarmierend: Wer sein Geld dauerhaft auf niedrig verzinsten Konten liegen lässt, verliert nicht nur Kaufkraft, sondern auch wertvolle Zeit.
Simon Buck, ein Kollege von Dr. Sußmann, beschreibt das Sparbuch und Tagesgeld als „Risikofall“, den viele nicht bemerken. Diese Wahrnehmung von Sicherheit bei Kontoguthaben täuscht oft über das tatsächliche Risiko hinweg. Bei einem Zinssatz von 1 Prozent und einer Inflation von 3 Prozent droht innerhalb eines Jahrzehnts ein Kaufkraftverlust von rund 20 Prozent.
Die Erkenntnisse über die Gefahren der klassischen Sparformen sind besonders für Frauen entscheidend. Viele glauben, sie würden alles richtig machen, weil sie sparen. In Wahrheit arbeiten sie jedoch gegen sich selbst, wenn sie die Inflation nicht mitdenken.
Wichtige Fakten:
- Sparbuch und Tagesgeld sind heute ein Risikofall, den viele nicht bemerken.
- Die Inflation führt zu einem realen Vermögensverlust bei klassischen Sparformen.
- Aktien und ETFs gelten als Sondervermögen und sind im Falle einer Bankeninsolvenz rechtlich geschützt.
Der Schritt vom Sparen hin zum Investieren bedeutet deshalb nicht, Sicherheit aufzugeben. Der Einstieg in den Kapitalmarkt ist bereits mit geringen monatlichen Beträgen zwischen 25 und 100 Euro möglich. Exchange Traded Funds (ETFs) ermöglichen durch breite Streuung eine Risikoverteilung und erzielten in der Vergangenheit durchschnittliche Jahresrenditen von etwa 8 Prozent.