Mabry überzeugt im Kugelstoßen
Yemisi Mabry, die Olympiasiegerin im Kugelstoßen, hat sich bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham mühelos für das Finale qualifiziert. Sie untermauerte damit ihre Ambitionen auf eine Medaille. Bereits im ersten Versuch erreichte Mabry eine Weite von 19,25 Meter. Damit übertraf sie die Qualifikationsweite von 18,20 Metern deutlich und war die Beste in der Qualifikationsrunde.
Die 27-jährige Athletin, die seit dem Frühjahr verheiratet ist und früher unter dem Namen Ogunleye antrat, zeigte sich zuversichtlich für den weiteren Wettbewerb. Sie plant, die Zeit bis zum Finale mit Schlaf, Lesen und Musik zu überbrücken. Mabry könnte am ersten Wettkampftag die erste Medaille für das deutsche Team bei dieser Europameisterschaft gewinnen.
Neben Yemisi Mabry schafften es auch zwei weitere deutsche Athletinnen ins Finale. Nina Chioma Ndubuisi qualifizierte sich mit einer Weite von 17,71 Meter als Neunte, und Katharina Maisch erreichte mit 17,64 Meter den elften Platz. Beide gelten jedoch im Finale als Außenseiterinnen.
Auch andere Favoritinnen zeigten in der Qualifikation solide Leistungen. Jessica Schilder aus den Niederlanden, die in diesem Jahr die 21-Meter-Marke übertraf und ihren dritten Titel in Folge anstrebt, stieß 19,00 Meter und belegte den zweiten Platz. Auriel Dongmo aus Portugal, die Vize-Europameisterin von München 2022, erreichte mit 18,76 Meter den dritten Rang.

Hummels schwierige Qualifikation
Für Hammerwerfer Merlin Hummel verlief die Qualifikation deutlich schwieriger als für Yemisi Mabry. Der Vizeweltmeister des vergangenen Jahres musste lange um seinen Finalplatz bangen. Er warf den Hammer im Trainingsanzug auf 75,49 Meter, was mehr als sechs Meter unter seiner Saisonbestleistung lag.
Trotz der Schwierigkeiten gelang Merlin Hummel als Zehntem der Einzug in den Endkampf der besten zwölf Athleten, der am Dienstagabend stattfindet. Er begründete seine Entscheidung, im Trainingsanzug zu werfen, mit den kühleren Temperaturen von etwa 20 Grad Celsius in Birmingham im Vergleich zu den 40 Grad in Deutschland.
Hummel äußerte sich kritisch über seine Leistung in der Qualifikation. Er bezeichnete sie als eine seiner schlechtesten Qualifikationen überhaupt und gab an, dass ihm der „Fokus“ und die „Power“ gefehlt hätten. Neben Merlin Hummel qualifizierte sich auch der zweite deutsche Teilnehmer, Sören Klose, mit einer Weite von 75,80 Metern als Achter für das Finale.
Das Finale im Kugelstoßen der Frauen findet noch heute Abend um 20:03 Uhr deutscher Zeit statt.
Source: welt.de