DFB-Team mit neuem Outfit gegen Paraguay
Die deutsche Nationalmannschaft wird im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay in einem veränderten Outfit auflaufen. Erstmals bei dieser Weltmeisterschaft wird das Team nicht nur im weißen Heimtrikot spielen, sondern dieses auch mit weißen Hosen und weißen Stutzen kombinieren. In den vorherigen Spielen hatte die Mannschaft zu den weißen Trikots noch die üblichen schwarzen Shorts getragen.
Das weiße Heimtrikot kommt damit zum dritten Mal in diesem Turnier zum Einsatz, nachdem es bereits gegen Curaçao und die Elfenbeinküste getragen wurde. Beim Spiel gegen Ecuador, das mit 1:2 endete, trug das Team das blaue Auswärtstrikot. Die komplett weiße Kombination erinnert an das Jahr 2014, als Deutschland in einem ähnlichen Farbschema den vierten WM-Titel gewann. Ein weiteres potenziell gutes Zeichen könnte das Wiedersehen mit Schiedsrichter Jalal Jayed sein, der bereits das Eröffnungsspiel der Nationalmannschaft gegen Curaçao leitete, welches 7:1 endete.
Warnungen und Kritik vor dem Spiel
Der frühere Bundesliga-Stürmer Nelson Valdez hat die deutsche Nationalmannschaft eindringlich vor dem Spiel gegen sein Heimatland Paraguay gewarnt. Er äußerte gegenüber dem „kicker“, dass es für Paraguay ein sehr schwieriges Spiel werde und Deutschland der Favorit sei. Gleichzeitig betonte er, dass es auch für die Deutschen ein hart umkämpftes und möglicherweise „hakeliges Spiel“ werden könnte. Valdez verwies auf das Vorrundenspiel, in dem die Türkei gegen Paraguay verlor, obwohl sie als Favorit galten. Er warnte, dass es für Deutschland nicht einfach sein werde, Paraguays Defensive zu überwinden, die sehr physisch agiert.
Auch der ehemalige Bayern-Stürmer Roque Santa Cruz riet seinem Heimatland zu einer robusten Spielweise. Er betonte in einem Interview, dass man das Spiel körperlich intensiv gestalten und Deutschland zu viel Arbeit zwingen müsse. Santa Cruz hofft zudem auf hohe Temperaturen, die Paraguay entgegenkämen. Er sieht die deutsche Mannschaft am anfälligsten bei schnellen Umschaltmomenten, da sie oft viel Ballbesitz hat und den Gegner tief in dessen Hälfte drängt. Probleme entstünden meist nach schnellen Gegenangriffen, die mit Tempo und Präzision ausgeführt werden.
Die englische Fußball-Legende Gary Lineker äußerte sich ebenfalls zu einem möglichen Achtelfinal-Duell zwischen Deutschland und Frankreich. Er bezeichnete die aktuelle deutsche Mannschaft als eine der schwächsten, die er je gesehen habe, und scherzte, dass Frankreich problemlos ins Viertelfinale einziehen könne. Lineker wies darauf hin, dass Deutschland bei den letzten beiden Weltmeisterschaften nicht über die Gruppenphase hinausgekommen sei. DFB-Angreifer Kai Havertz reagierte auf Linekers Äußerungen mit Sarkasmus und betonte, dass es im eigenen Land bereits genügend Experten gebe.
Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich vor dem Spiel und betonte, dass es ihm nur um die Mannschaft und ihren Erfolg gehe. Er sagte, dass bei einer Niederlage gegen Paraguay „alles shit“ sei. Nagelsmann möchte Kommentare von außen möglichst ausblenden und sich auf die Vorbereitung konzentrieren, um ein gutes Spiel zu liefern. Er sprach auch über mögliche taktische Änderungen, betonte aber, dass es auch die Option gebe, alles unverändert zu lassen.

Taktische Überlegungen und Spieler im Fokus
Die Diskussionen um die Aufstellung und das System der deutschen Mannschaft halten an, insbesondere nach der 1:2-Niederlage gegen Ecuador. Nelson Valdez wies darauf hin, dass die deutsche Mannschaft mit Gegnern, die physisch spielen und schnell umschalten, Schwierigkeiten hat. Er betonte, dass Paraguay genau diese Eigenschaften besitzt.
Ein zentrales Thema ist die Rolle von Joshua Kimmich. Nagelsmann hatte die Möglichkeit angesprochen, Kimmich von der rechten Verteidigerposition ins zentrale Mittelfeld zu verschieben. Er erwähnte, dass es taktische Überlegungen gebe, „ein bissl was zu ändern“, aber auch den Gedanken, alles gleich zu lassen. Eine Verschiebung Kimmichs ins Zentrum würde jedoch weitreichendere Systemanpassungen erfordern. Auch ein möglicher Startelfeinsatz von Stürmer Deniz Undav, der bisher als Joker dreimal traf, wird diskutiert.
Die paraguayische Mannschaft, die von Trainer Gustavo Alfaro geführt wird, zeichnet sich durch ihre defensive Stärke und Kampfbereitschaft aus. In der südamerikanischen Qualifikation kassierte das Team in 18 Spielen nur 10 Gegentore. Alfaro hat die Mannschaft motiviert und ihr die „ureigene Identität“ zurückgegeben, wie Torwart-Ikone Chilavert lobte. Paraguay verfügt auch über schnelle und wendige Spieler wie Julio Enciso, dessen Beschleunigung und Dribbling zu seinen Stärken zählen. Nach einer Sperre kehrt Miguel Almirón in den Kader zurück, während Diego Gomez nach seiner zweiten Gelben Karte fehlt.
Die Suchmaschine Google leistet sich derweil einen Scherz bezüglich der Ähnlichkeit zwischen Nick Woltemade und Rudi Völler. Bei der Suche nach einem der beiden Namen wird gefragt, ob man den jeweils anderen meinte. Dies liegt an optischen Ähnlichkeiten wie wuscheligem Haar und einem auffälligen Schnauzer, sowie der Tatsache, dass beide Offensivspieler sind oder waren. Woltemade ist bei der aktuellen WM noch nicht zum Einsatz gekommen, während Völler bei mehreren Weltmeisterschaften erfolgreich war, darunter der Titelgewinn 1990.

Das Spiel zwischen Deutschland und Paraguay findet am Montagabend statt.
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Source: web.de