Englands Weg ins Halbfinale
England hat sich für das Halbfinale der WM 2026 qualifiziert, nachdem das Team von Trainer Thomas Tuchel in einem dramatischen Viertelfinale Norwegen mit 2:1 nach Verlängerung besiegte. Das Spiel fand in Miami statt, wo trotz Temperaturen von weit über 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit prominente Zuschauer wie Sir David Beckham mit Ehefrau Victoria, Norwegens Kronprinz Haakon und Venus Williams anwesend waren.
Der Held des Abends war Jude Bellingham, der beide Tore für England erzielte. Die Three Lions können damit weiterhin auf den ersten WM-Titel seit 1966 hoffen. Das Team zeigte sich besonders in der Verlängerung effizient, nachdem es in der regulären Spielzeit Schwierigkeiten hatte, Torchancen zu verwerten.
Spielverlauf und entscheidende Momente
Obwohl England fast 70 Prozent Ballbesitz hatte, tat sich die Mannschaft zunächst schwer, gefährliche Angriffe zu kreieren. Bellingham (19. Minute) per Kopf und Harry Kane (29. Minute) per Freistoß konnten ihre Chancen nicht nutzen. Norwegen hingegen ging durch ein beeindruckendes Tor von Andreas Schjelderup (36. Minute) in Führung, dessen Schuss mit 113 km/h im Winkel einschlug. Zuvor hatte Erling Haaland (35. Minute) einen Kopfball zu zentral platziert, der keine Gefahr für Englands Torwart Jordan Pickford darstellte.
Norwegen wurde nach der Führung mutiger und kam zu weiteren Abschlüssen. Alexander Sörloth (39. Minute) schoss über das Tor, und Pickford hatte keine Probleme mit einem Schuss von Ödegaard (40. Minute). Eine verpasste Gelegenheit für Norwegen ergab sich, als Sörloth bei einem Konter den Ball verlor, anstatt ihn auf Haaland zu passen.
Kurz vor der Halbzeit gelang England der Ausgleich. Nach einem Ball ins Zentrum von Anthony Gordon nahm Bellingham den Ball auf, drang in den Strafraum ein und schloss aus kurzer Distanz ab. Eine Kontroverse entstand, da der Abstoß von Norwegens Torwart Örjan Nyland angeblich von einem Kamerakabel gestoppt wurde, bevor der Ball zu Gordon gelangte. Die FIFA widersprach jedoch dem Verdacht und erklärte, dass die Daten keine Berührung des Balles belegen würden. Ein weiteres Tor von Kane kurz vor der Halbzeit wurde wegen Abseits nicht anerkannt.

Verlängerung und Videobeweis-Entscheidungen
In der zweiten Halbzeit setzte Norwegen weiterhin auf Konter und überließ England den Ball. Pickford klärte eine Flanke von Sörloth (52. Minute) zur Ecke und parierte einen Kopfball von Haaland (53. Minute). Nach einer Ecke erzielte Torbjörn Heggem (55. Minute) ein Tor für Norwegen, das jedoch nach Videobeweis wegen eines Fouls von Haaland an Eliot Anderson im Vorfeld annulliert wurde.
Norwegen blieb bei Standardsituationen gefährlich. Nach einer Ecke von Patrick Berg rettete zunächst Pickford, und ein Kopfball von Kristoffer Ajer (76. Minute) traf nur die Latte. England gelang in der zweiten Halbzeit kein einziger Schuss auf das norwegische Tor, was zu einer Verlängerung führte.
In der Verlängerung unterlief Örjan Nyland, der bis dahin eine sichere Leistung gezeigt hatte, ein Fehler. Er wehrte einen Schuss von Morgan Rogers direkt vor die Füße von Bellingham ab. Der 23-jährige Bellingham nutzte diese Chance und erzielte das entscheidende Tor. Die Situation schien sich für Norwegen weiter zu verschärfen, als Schiedsrichter Clément Turpin nach einem vermeintlichen Foul an Djed Spence auf Strafstoß entschied. Diese Entscheidung wurde jedoch nach Überprüfung des Videobeweises revidiert, und es gab keinen Elfmeter für England.

Trotz der umstrittenen Szenen und der hart umkämpften Partie sicherte sich England den Einzug ins Halbfinale.
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Source: welt.de