Galatasaray dementiert Musiala-Gerüchte
Der türkische Fußball-Rekordmeister Galatasaray hat Spekulationen um eine mögliche Verpflichtung des Nationalspielers Jamal Musiala entschieden zurückgewiesen. In einer Stellungnahme des Klubs aus Istanbul hieß es, die Behauptungen, Jamal Musiala würde zu Galatasaray wechseln, seien unwahr. Der Verein betonte, dass die hartnäckige Aufrechterhaltung dieser nachweislich unwahren Behauptungen ein Versuch sei, die öffentliche Meinung zu täuschen und die Transferbemühungen des Vereins zu diskreditieren.
Auslöser der Gerüchte war ein Bericht einer türkischen Zeitung, wonach Musiala dem Verein aus Istanbul für ein Leihgeschäft angeboten worden sein soll. Daraufhin griffen verschiedene Medien und Transferexperten das Thema auf, wobei teilweise sogar von konkreten Verhandlungen und einer möglichen Einigung die Rede war. Galatasaray bezeichnete diese Berichte als reine Spekulationen.
Der Klub äußerte sich ungewöhnlich deutlich und wies darauf hin, dass die Personen und Medien, die diese Spekulationen verbreiten, bereits in der vergangenen Saison mit ähnlichen unwahren Behauptungen an die Öffentlichkeit getreten seien. Galatasaray forderte Fans und Öffentlichkeit auf, sich ausschließlich auf offizielle Erklärungen des Vereins zu stützen und derlei Gerüchten keine Beachtung zu schenken.
FC Bayern plant fest mit Musiala
Auch der FC Bayern plant keine Leihe oder einen Verkauf von Jamal Musiala. Der Offensivspieler ist bis 2030 an den Münchner Verein gebunden und gilt dort als wichtiger Bestandteil für die Zukunft des Klubs. Sportvorstand Max Eberl versicherte, dass der Verein Musiala auf seinem Weg zurück zu alter Stärke nach einer schweren Verletzung unterstützen werde.
Musiala hatte nach einem Wadenbeinbruch im vergangenen Sommer monatelang pausiert und erst Anfang des Jahres sein Comeback gefeiert. Trotzdem hat er laut Eberl „ein bisschen die Leichtigkeit verloren“, aber der Verein sei sich „zu 100 Prozent sicher“, dass die magischen Momente zurückkehren werden. Nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft ließ er sich eine Metallplatte entfernen und soll nach der Asien-Reise wieder ins Training der Münchner einsteigen.
Auf seiner Position im offensiven Mittelfeld wird es in der neuen Saison einen größeren Konkurrenzkampf geben. Neben dem Bestreben von Michael Olise im Zentrum ist die Rolle des Zehners auch die bevorzugte Position von Neuzugang Ismael Saibari. Auch Serge Gnabry und Lennart Karl kommen für Einsätze in dieser Position in Frage.
Weitere Entwicklungen im Fußball
Der englische Topklub FC Chelsea wurde vom englischen Fußballverband FA wegen Verstößen auf dem Transfermarkt mit einer zweijährigen Transfersperre auf Bewährung belegt. Zudem muss der Londoner Klub eine Strafe von 13,4 Millionen Euro zahlen. Die Verstöße betrafen insbesondere Bestimmungen zu Spielerberatern, die Zusammenarbeit mit Vermittlern und Investitionen Dritter in Spieler.
Die Vergehen ereigneten sich bereits unter dem früheren Besitzer Roman Abramowitsch. Die neuen Eigentümer, ein Investorenkonsortium unter der Leitung von Todd Boehly, hatten diese bei ihrem Einstieg im Jahr 2022 der FA gemeldet. Eine frühere unabhängige Kommission hatte einen Abzug von sechs Punkten verhängt, der nun durch das Transferverbot auf Bewährung ersetzt wurde.
Beim FC Bayern Frauen-Team gab es einen doppelten Verletzungsschock. Nationalspielerin Franziska Kett zog sich eine Sprunggelenkverletzung zu und wird den Münchnerinnen zum Saisonstart fehlen. Auch Teamkollegin Edna Imade erlitt im Training eine Sprunggelenkverletzung und wird wochenlang ausfallen. Marc-Andre ter Stegen wechselt derweil auf Leihbasis für die kommende Saison zu Ajax Amsterdam, um wieder Spielpraxis zu sammeln.
Der britische Premierminister Andy Burnham forderte laut Berichten den Rücktritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Burnham bezeichnete Infantino als „den falschen Mann an der Spitze der Organisation“ und kritisierte die Pläne, die Weltmeisterschaften teilweise an private Investoren zu verkaufen, als „empörenden Vorschlag“. Auch die UEFA bereitet eine „Kampfkandidatur gegen Infantino“ vor, und sein leitender Berater Carlos Cordeiro ist aus Protest gegen die Investorenpläne zurückgetreten.
Lise Klaveness, Präsidentin des norwegischen Fußballverbandes, sieht FIFA-Präsident Gianni Infantino aufgrund des Widerstandes gegen seine Investorenpläne massiv beschädigt. Sie bezeichnete die von Infantino gesetzte Zustimmungsfrist bis zum 19. September als „absolut eine Form der Erpressung“. Die UEFA hat zudem einen Boykott angekündigt, sollte der Präsident des Weltverbandes an seinen Plänen festhalten.
Cole Palmer vom FC Chelsea, der nicht für die Fußball-Weltmeisterschaft nominiert wurde, nutzte die Nicht-Berücksichtigung als zusätzliche Motivation. Er verfolgte die WM, schlief aber bei einem wichtigen Spiel aufgrund der Zeitverschiebung und Unwetter-Verschiebung zur Halbzeit ein. Die Three Lions wurden bei dem Turnier WM-Dritter.
Source: n-tv.de