Klopp übernimmt deutsche Nationalmannschaft
Jürgen Klopp, der ehemalige Trainer des FC Liverpool und der Bundesliga, ist offiziell zum neuen Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft ernannt worden. Er tritt die Nachfolge von Julian Nagelsmann an. Diese Ernennung wurde von internationalen Medien breit kommentiert.
Die englische Presse, darunter die „BBC“, bezeichnete Klopp als möglichen „Messias“, der die Zweifler beim Wiederaufbau der deutschen Nationalmannschaft überzeugen müsse. „The Telegraph“ berichtete, dass Klopp am Tag seiner Vorstellung mit einem Rücktritt vom Deutschland-Job drohte. Dies geschah, als er seine zweijährige Trainerpause beendete und einen Vertrag über 6 Millionen Pfund pro Jahr annahm.
„The Sun“ hob Klopps eindringliche Warnung hervor: „Lasst meine Familie in Ruhe.“ Er soll geschworen haben, den Job zu beenden, falls es Kritik unter der Gürtellinie gebe. Damit setzte er den Fans und Medien nach dem WM-Desaster deutliche Grenzen. Der „Daily Express“ griff ebenfalls die Drohung eines sofortigen Rücktritts auf, die Klopp bei seiner Vorstellung in Frankfurt äußerte: „Wenn ihr euch danebenbenehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg.“
Internationale Reaktionen und Erwartungen
Die italienische „Gazzetta dello Sport“ und der „Corriere dello Sport“ griffen Klopps Warnung auf und betonten, dass Deutschland nach dem frühen Ausscheiden bei der WM 2026 auf die Erfahrung und die visionären Ideen Klopps setze. Die spanische „Marca“ richtete alle Blicke auf Klopp und seine Fähigkeit, konkurrenzfähige Mannschaften aufzubauen, als große Hoffnung für Deutschland, um verlorenes Prestige zurückzugewinnen und wieder um große Titel mitzuspielen.
„Sport“ hob hervor, dass der deutsche Fußball insgesamt eine Erneuerung benötige, auch in den Nachwuchsmannschaften und bei der Förderung junger Talente. Klopps intensiver Stil, seine Fähigkeit, eine Verbindung zu den Spielern aufzubauen, und seine Erfahrung in Drucksituationen machten ihn zu einer wertvollen Verstärkung. Die französische „L’Équipe“ bemerkte, dass Klopp mit 59 Jahren zum ersten Mal den Alltag eines Nationaltrainers erleben werde, mit der Verantwortung, einem vierfachen Weltmeister neuen Schwung zu verleihen. „Le Monde“ sah seine Verpflichtung als passend zu seiner Karriere, die auf dem Wiederaufbau kriselnder Mannschaften basiere. Das US-Portal „ESPN“ stellte die Frage, ob der Job für Klopp der richtige sei, da der deutsche Fußball nach mehr als einem Jahrzehnt der Enttäuschungen einen Kulturwandel benötige.
Klopps Kaderplanung und bayerische Hoffnungen
Bei seiner Vorstellung machte Jürgen Klopp klare Ansagen bezüglich seiner Kaderplanung. Er betonte, dass Spieler Möglichkeiten bekommen würden, die möglicherweise noch nicht damit rechneten. Dies gelte auch für Profis, die bei der WM dabei waren, aber sportlich keine Rolle spielten.
Einige bayerische Profis könnten unter Klopp auf eine Chance hoffen. Dazu gehört Jonas Urbig, den Nagelsmann als Trainingstorhüter mit in die USA genommen hatte. Urbig gilt beim FC Bayern als designierter Nachfolger von Manuel Neuer. Auch Alexander Nübel, der den FC Bayern in diesem Sommer verlassen hat, und der Augsburger Finn Dahmen, der bereits von Nagelsmann nominiert wurde, machen sich Hoffnungen auf ein DFB-Debüt unter Klopp.
Tom Bischof, ein vielseitiger Spieler des FC Bayern, der bereits ein Debüt mit dem Adler auf der Brust hatte, könnte ebenfalls eine Rolle spielen. Er verteidigt in München auch links hinten, seine Stammposition ist jedoch im Mittelfeld. Lennart Karl, ein Youngster des FC Bayern, der sich vor der WM schwer verletzte, gilt als Zukunft des DFB und könnte unter Klopp gute Chancen haben, da der neue Chef die Wichtigkeit der Flügelpositionen im modernen Fußball betonte. Karl hat jedoch Konkurrenz von Jamie Leweling, der bei der WM nur 30 Minuten spielte.
Die Zukunft von Leon Goretzka, dessen Vertrag in München nicht verlängert wurde, hängt von seiner neuen Vereinswahl ab. Er könnte im Falle einer Umstellung auf ein 4-3-3-System eine Achterposition bekleiden. Joshua Kimmich wird voraussichtlich auf der Sechs gesetzt sein. Klopp gab zudem Einblick in seine Kaderplanungen, indem er erwähnte, eine Liste mit 57 Feldspielern angelegt zu haben, auf der sich auch einige U21-Kicker befinden könnten, darunter Anton Kade und Mert Kömür aus Augsburg sowie der ehemalige Nürnberger Finn Jeltsch. Eine mögliche Lösung für die Rechtsverteidigerposition könnte in ferner Zukunft Leandro Morgalla werden. Klopp lud alle berechtigten Spieler ein, sich zu bemühen, da seine Tür offen sei.

Source: bild.de