Kylian Mbappé bricht Messis WM-Torrekord

WM-News: Mbappé bricht Messis WM-Torrekord

Kylian Mbappé hat in der ewigen WM-Torschützenliste Lionel Messi überholt. Im Spiel um Platz drei gegen England erzielte der Kapitän der französischen Nationalmannschaft die Treffer zum 1:4 und 3:4. Damit kommt er auf insgesamt 22 WM-Tore, was einen Treffer mehr ist als der argentinische Superstar.

Messi hat jedoch noch die Möglichkeit, im Finale gegen Spanien sowohl in der ewigen Liste als auch im Rennen um den „Goldenen Schuh“ der aktuellen WM wieder die Spitze zu übernehmen.

Reaktionen auf das Spiel um Platz drei

Das Spiel um Platz drei zwischen England und Frankreich wurde von der internationalen Presse als ein Spektakel wahrgenommen. Die „Daily Mail“ beschrieb es als ein „Zehn-Tore-Spektakel“, während der „Guardian“ es als einen der Höhepunkte des Turniers bezeichnete, bei dem Rekorde fielen.

Die „Times“ merkte an, dass die Reaktion der Fans nach dem Schlusspfiff zeigte, dass der Sieg genossen wurde und die Art und Weise des Erfolgs den Nachgeschmack der Halbfinalniederlage etwas milderte. Die „Daily Star“ hob hervor, dass sich am Ende des Duells die ganze Welt für das Spiel interessierte, obwohl es zu Beginn als bedeutungslos galt.

Für Frankreich war das Spiel, das als Hommage an Didier Deschamps gedacht war, ein turbulenter Abschied. „L’Équipe“ sprach von einem „Feuerwerk“ und einem der verrücktesten Spiele seiner Amtszeit. „RMC Sport“ beschrieb es als einen „Schiffbruch wie die Titanic“, da die französische Mannschaft bereits zur Halbzeit mit 0:4 zurücklag.

Die italienische „Gazzetta dello Sport“ nannte es eine „unglaubliche Vorstellung“ und bemerkte, dass Deschamps‘ Abschied alles andere als würdig war. Der „Corriere della Sera“ verglich das Spiel mit einem Flipper-Spiel, während der „Corriere dello Sport“ betonte, dass es in die Geschichte eingehen werde, nicht nur wegen Mbappés Rekord, sondern weil es daran erinnerte, dass Fußball der schönste Sport der Welt ist.

Weitere Entwicklungen vor dem Finale

Vor dem Finale zwischen Spanien und Argentinien gab es weitere Nachrichten. Spanien sagte sein Abschlusstraining wegen eines Gewitters im Großraum New York ab. Dies bedeutete, dass Lamine Yamal, der im Halbfinale gegen Frankreich einen Schlag auf den Oberschenkel erhalten hatte und laut Medienberichten am Donnerstag nicht trainiert hatte, keinen letzten Test absolvieren konnte.

Trainer Luis de la Fuente hatte zuvor die Wichtigkeit der geplanten letzten Einheit betont. Auch Pedro Porro, der gegen Frankreich das 2:0 erzielt hatte und ebenfalls angeschlagen war, konnte diesen Test nicht wahrnehmen. Argentinien begann sein Abschlusstraining mit Verzögerung.

Marc Cucurella kündigte an, dass er aus der spanischen Nationalmannschaft zurücktreten würde, sollte Spanien die Weltmeisterschaft gewinnen. Er sagte gegenüber dem spanischen Sender Movistar+, dass er dann Luis de la Fuente anrufen und ihm mitteilen würde, dass er nicht mehr mit ihm rechnen solle. Er fügte hinzu, dass er mit einer Europameisterschaft und einer Weltmeisterschaft nichts Besseres erreichen könnte.

Die gebürtige Düsseldorferin Nicole Nau, eine Tango-Tänzerin in Buenos Aires, berichtete über den Ausnahmezustand in Argentinien vor dem Finale. Sie beschrieb, wie die Kinder an jeder Ecke Fußball spielen, jedes Haus dekoriert ist und es seit drei Tagen keinen Schulunterricht mehr gibt, da das ganze Volk aufgeregt und nervös ist.

Wayne Rooney löste unterdessen seine Wettschulden ein, nachdem Erling Haaland Norwegen mit zwei Toren gegen Brasilien ins Viertelfinale geschossen hatte. Rooney ruderte mit seinen ehemaligen Teamkollegen Joe Hart und Micah Richards auf dem New Yorker Hudson River.

Die spanischen und argentinischen Mannschaften treffen am Sonntag um 21.00 Uhr MESZ in East Rutherford aufeinander.

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Source: sportschau.de

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Niklas Bauer

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.