Leipzig reagiert auf Klopps mögliche Bundestrainer-Rolle
Tatjana Haenni, Klub-Chefin von RB Leipzig, hat sich zu den potenziellen Auswirkungen eines Wechsels von Jürgen Klopp auf die Rolle des Bundestrainers geäußert. Haenni betonte, dass ein solcher Abgang den Verein nur indirekt betreffen würde. Sie hob hervor, dass Klopp für Leipzig eine beratende Funktion innehatte und der Austausch intensiv war. Trotzdem sieht sie keinen direkten Einfluss auf die zukünftige Arbeitsweise des Klubs.
Haenni, die seit dem 1. Januar im Amt ist, äußerte sich am Rande des Trainingsauftakts des Vereins. Sie erklärte, dass die Dynamik von Spieler- und Personalwechseln ein fester Bestandteil des Geschäfts sei und man auf solche Entwicklungen vorbereitet sei. Die Klub-Chefin betonte, dass Leipzig seinen Weg unabhängig von Klopps Anwesenheit fortsetzen werde.
Kein Druck bei der Neubesetzung
Die Bundesliga-Chefin sieht keine Notwendigkeit, Klopps Position umgehend neu zu besetzen. Sie ist der Meinung, dass Expertise im Umfeld eines Klubs stets von Vorteil ist, aber derzeit kein dringender Bedarf für eine sofortige Neubesetzung besteht. Haenni hob hervor, dass es nicht an ihr liege, dies zu beurteilen, und verwies auf die Verbindung in den sportlichen Bereich zu Marcel Schäfer.
Beim ersten Training von Martín Demichelis, dem neuen Trainer von RB Leipzig, zeigte sich Haenni beeindruckt. Sie beschrieb Demichelis als sympathisch, umgänglich und offen, mit einer spürbaren Energie. Der Wechsel von Ole Werner zu Demichelis wurde von Jürgen Klopp maßgeblich initiiert, der nun selbst vor einem möglichen Abschied steht.
Entspannte Haltung bei Transferzielen
Neben den Personalfragen konzentriert sich Haenni derzeit auf die Vorbereitung der Mannschaft auf die kommende Saison. Mit Brajan Gruda wurde bereits der dritte Neuzugang verpflichtet. Obwohl die sportliche Leitung von RB Leipzig noch hinter den internen Einnahmezielen bei Spielerverkäufen zurückliegt, bleibt Haenni gelassen.
Sie erklärte, dass es im Transfergeschäft manchmal schneller auf der einen als auf der anderen Seite vorangeht. Haenni ist zuversichtlich, dass sich die Transfersummen-Bilanz in den kommenden Wochen noch positiv entwickeln wird. Das interne Einnahmeziel bei Spielerverkäufen liegt bei 113 Millionen Euro.
Die deutsche Nationalmannschaft schied derweil im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada gegen Paraguay aus. Dies führt zu einem Umbruch innerhalb des Teams. Die WM, bei der erstmals zwölf Vorrundengruppen mit 48 Teams antraten, dauert noch an.
Toni Kroos äußerte sich unterdessen zu der Auseinandersetzung zwischen England-Coach Thomas Tuchel und Jude Bellingham nach dem WM-Halbfinaleinzug. Kroos sieht darin kein größeres Problem und vermutet, dass die Situation ausgenutzt wurde. Er zeigte Verständnis für Tuchels Kritik an der Spielweise des Teams, da England kein gutes Spiel gemacht habe.
Der frühere Bundestrainer Berti Vogts mahnte an, den Fokus auf die Trainerausbildung zu legen und den Zugang zum Trainerjob für gestandene Nationalspieler zu vereinfachen, um den deutschen Fußball wieder näher an die Weltklasse heranzuführen. Die FIFA wies zudem Gerüchte zurück, dass beim Ausgleichstor der Engländer im Viertelfinale gegen Norwegen der Ball das Kabel einer sogenannten Spidercam berührt haben könnte. Die FIFA versicherte, dass das Ballsignal die gesamte Zeit verfügbar war.
Read Also
Source: bild.de