Mexiko erreicht Achtelfinale der WM nach Sieg gegen Ecuador

WM 2026: Mexiko schmeißt DFB-Besieger raus - BILD

Mexiko hat sich durch einen 2:0-Sieg gegen Ecuador für das Achtelfinale der WM 2026 qualifiziert. Die Tore für die Heimmannschaft erzielten Julián Quiñones und Raúl Jiménez. Das Spiel fand im Aztekenstadion statt und begann aufgrund eines Unwetters mit einer einstündigen Verspätung.

Die Partie war von einigen außersportlichen Vorkommnissen überschattet. Der ecuadorianische Fußballverband legte offiziell Beschwerde bei den Organisatoren ein. Trainer Sebastián Beccacece berichtete von einer deutlich längeren Anreise als geplant, die fast neun Stunden dauerte, obwohl sie nur dreieinhalb Stunden dauern sollte. Zudem sollen ecuadorianische Fans nur wenige Karten erhalten haben.

Ein weiterer Beschwerdepunkt war das Verhalten einiger Fans, die die ecuadorianischen Spieler in der Nacht vor dem Spiel mit Feuerwerk, Trommeln, Hupen und lauter Musik vor ihrem Hotel am Schlafen hinderten. Der Verband betonte, dass Ecuador auf solche unsportlichen Handlungen stets auf dem Spielfeld antworten werde.

Mexikos Dominanz und Tore

Trotz der Verzögerung durch ein Unwetter, das Gewitter, Starkregen und Hagel mit sich brachte, startete Mexiko energisch in die Partie. In der 7. Minute verpasste Jiménez nach einer Flanke von Romo eine frühe Führung per Kopfball. Wenig später, in der 16. Minute, zielte das Talent Mora knapp am Tor vorbei.

Ecuador hatte in der 18. Minute eine gute Gelegenheit, als Yeboah den Ball an den linken Außenpfosten lenkte, nachdem Rangel die Fingerspitzen noch dranbekommen hatte. Dies war der fünfte Aluminiumtreffer für die Ecuadorianer in diesem Turnier. In der 20. Minute gab es eine Szene, bei der Pacho den mexikanischen Spieler Jiménez in die Seitenpolsterung einer TV-Kamera schubste, was zu lauten Beschwerden der mexikanischen Bank führte.

In der 22. Minute erzielte Julián Quiñones das erste Tor für Mexiko. Er rannte aus der eigenen Hälfte los und traf aus halblinker Position nach einem Pass von Alvarado. Das zweite Tor folgte in der 31. Minute durch Raúl Jiménez, der aus 14 Metern sein 47. Länderspieltor für Mexiko erzielte, nachdem Ecuador den Ball nicht aus der Abwehr bekam und Pacho einen Fehlpass spielte.

In der 67. Minute hatte Mexiko eine weitere Doppelchance, doch die Kopfbälle von Montes und Vasquez führten nicht zum 3:0. Der erste Versuch wurde von Galindez pariert, der zweite ging nach einer Ecke knapp vorbei. In der Nachspielzeit erhielt Ecuadors Hincapie eine Rote Karte, weil er sich bei einem Wortgefecht mit Gimenez die Hand vor den Mund hielt, was als Regelverstoß geahndet wurde.

Mexikos Weg zum Geheimfavoriten

Mit diesem Sieg hat Mexiko eine beeindruckende Bilanz von vier Spielen, vier Siegen, acht eigenen Treffern und null Gegentoren in der Gruppenphase und im Sechzehntelfinale vorzuweisen. Diese Dominanz hat das Team von Trainer Javier Aguirre zu einem Geheimfavoriten des Turniers gemacht. Die perfekte Gruppenphase mit Siegen gegen Südafrika (2:0), Südkorea (1:0) und Tschechien sicherte Mexiko den Gruppensieg und die Austragung des Sechzehntelfinales im heimischen Aztekenstadion.

Die Unterstützung der frenetischen Fans im Aztekenstadion trägt das talentierte Team. Trotz der Euphorie agiert die Mannschaft von Trainer Aguirre nicht kopflos. Die mexikanische Abwehr erwies sich bereits in der Gruppenphase als Bollwerk, und auch Ecuador fand kein Mittel gegen die gut organisierte Defensive.

Die Offensive zeigt ebenfalls Wucht und Qualität mit Spielern wie Gilberto Mora, Raúl Jiménez und Julian Quiñones, der bereits dreimal im Turnier getroffen hat. Mittelfeldspieler Érik Lira betonte: „Wir nutzen unseren Heimvorteil voll aus.“ Mexiko zeigte gegen den Deutschland-Bezwinger einen Vollgas-Fußball gepaart mit Abgezocktheit.

Traf zur Führung: Mexikos Quiñones (li.) wird für seinen Treffer gefeiert.
Traf zur Führung: Mexikos Quiñones (l.) wird für seinen Treffer gefeiert. (Quelle: Fernando Llano Credit: t-online.de

Im Achtelfinale könnte Mexiko auf England treffen, das sein Sechzehntelfinale gegen die DR Kongo noch bestreiten muss. Auch das Achtelfinale findet im Aztekenstadion statt, was Mexiko einen weiteren Heimvorteil verschafft. Bei den letzten beiden Heim-Weltmeisterschaften 1970 und 1986 erreichte Mexiko das Viertelfinale. Érik Lira äußerte: „Uns sind keine Grenzen gesetzt“, und Torschütze Quiñones fügte hinzu: „Das war erst der erste Schritt.“

Ecuador, das in der Gruppenphase überraschend mit 2:1 gegen Deutschland gewonnen hatte, blieb in diesem Spiel weitestgehend harmlos. Das Spiel endete mit einem 2:0-Sieg für Mexiko.

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Source: bild.de

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Niklas Bauer

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.