München: DFB und Red Bull treffen sich wegen Klopp als Bundestrainer

WM 2026: Erstes DFB-Treffen mit Red Bull! Klopp vor Bundestrainer-Job - BILD

DFB-Gespräche mit Red Bull in München

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Red Bull haben sich in München getroffen, um über die Zukunft von Jürgen Klopp zu sprechen. Klopp, der derzeit als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull unter Vertrag steht, wird als potenzieller neuer Bundestrainer gehandelt. An dem Treffen nahmen DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Vize Hans-Joachim Watzke und Red Bull-Chef Oliver Mintzlaff teil. Die Gespräche konzentrierten sich auf mögliche Szenarien für eine Freigabe Klopps, dessen Vertrag bei Red Bull bis 2029 läuft.

Die Beteiligten streben eine Lösung an, die Jürgen Klopp zeitnah zum Bundestrainer machen könnte. Oliver Mintzlaff wird die Details der Freigabe persönlich mit Jürgen Klopp besprechen. Zu diesem Zweck reist der Red Bull-Boss nach New York, um sich dort im Rahmen des WM-Finales mit Klopp zu treffen. Jürgen Klopp ist während des WM-Turniers als Experte für MagentaTV tätig und hat seinen letzten Einsatz beim Endspiel.

Einigung mit Klopp und Bedenken der Landesverbände

Bereits in der vergangenen Woche trafen sich Jürgen Klopp, Hans-Joachim Watzke und Bernd Neuendorf in New York am Flughafen John F. Kennedy. Dieses Treffen dauerte über vier Stunden, wobei die Eckdaten einer möglichen Zusammenarbeit bereits abgestimmt wurden. Es wird berichtet, dass Jürgen Klopp einen Vertrag beim DFB bis nach der WM 2030 unterschreiben soll. Sein Gehalt soll dabei leicht über dem seines Vorgängers Julian Nagelsmann liegen, der bis zu sieben Millionen Euro jährlich verdiente.

Der DFB und Jürgen Klopp haben sich nach eigenen Angaben in wesentlichen Punkten geeinigt. Nun geht es um die Details der Vertragsauflösung bei Red Bull und die Frage, ob Jürgen Klopp und der Konzern möglicherweise in anderer Form zusammenarbeiten werden. Eine mögliche Lösung könnte sein, dass Jürgen Klopp als Markenbotschafter für Red Bull tätig bleibt, um dem DFB eine millionenschwere Abfindung zu ersparen. Allerdings gibt es hierzu unterschiedliche Berichte; andere Quellen besagen, dass eine Rolle als Markenbotschafter nie Teil der Überlegungen war und Red Bull lediglich gelegentlich auf Klopps Expertise zurückgreifen möchte.

In mehreren Landesverbänden des DFB gibt es Bedenken bezüglich einer möglichen Doppelrolle von Jürgen Klopp als Bundestrainer und Markenbotschafter von Red Bull. Mehrere Präsidenten der 21 Verbände äußerten sich kritisch zu einer „zu engen Verzahnung“ mit einem aggressiven Akteur im Fußball und befürchten Interessenkonflikte. Es wird die Frage aufgeworfen, ob Jürgen Klopp in einer solchen Konstellation „wirklich unabhängig“ wäre. Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger äußerte sich ebenfalls kritisch und betonte, dass ein Bundestrainer nicht „zwei Hüte tragen“ könne.

Bernd Neuendorf
Bernd Neuendorf führt für den DFB die Gespräche zur Klopp-Verpflichtung. (Archivbild)© Christian Charisius/dpa Credit: web.de

DFB-Team rutscht in Weltrangliste ab

Das frühe Ausscheiden des DFB-Teams im Sechzehntelfinale der WM hat Auswirkungen auf die FIFA-Weltrangliste. Obwohl für Niederlagen bei einer WM keine Punkte abgezogen werden, ist Deutschland in der Wertung abgerutscht. Dies liegt daran, dass Mexiko und Kolumbien mit guten Ergebnissen an der DFB-Elf vorbeiziehen konnten. Deutschland belegt nun den zwölften Platz, dicht gefolgt von der Schweiz.

Vor dem DFB-Team liegen neben Mexiko und Kolumbien auch die Niederlande, Belgien, Portugal, Marokko und Brasilien. Die vier WM-Halbfinalisten England, Spanien, Argentinien und Frankreich belegen die Plätze eins bis vier. Die Weltrangliste ist wichtig für die Einteilung von Nationalmannschaften in Lostöpfe für verschiedene Wettbewerbe. Deutschland belegte zuletzt im Jahr 2018 den ersten Platz der Weltrangliste.

Während die DFB-Spitze an der Verpflichtung von Jürgen Klopp arbeitet und Strukturreformen für eine erfolgreiche Zukunft einleiten möchte, zeigte sich der deutsche Nachwuchs bei der U19-EM in Wales stark. Im Finale unterlag die deutsche U19 jedoch Spanien mit 0:2.

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Source: bild.de

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Niklas Bauer

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.