WM 2026: Group of Copenhagen meldet sieben Hinweise auf Wettunregelmäßigkeiten

WM 2026: Weitet sich die Causa Balogun zum Wettbetrug aus?

Verdacht auf Wettbetrug bei der WM 2026

Die Group of Copenhagen, ein unabhängiges Netzwerk zur Bekämpfung von Manipulationen bei Sportwettbewerben, hat nach umfassender Analyse sieben Hinweise auf mögliche Spielmanipulationen bei der WM 2026 vorgebracht. Diese Hinweise erfordern laut Definition eine weitere Prüfung.

Ein Bericht der Group of Copenhagen, der noch nicht offiziell veröffentlicht wurde, soll auch die Causa um Folarin Balogun in den Kontext möglicher Wettbetrügereien stellen. Balogun, ein US-Stürmer, erhielt während des Turniers eine Rote Karte.

Die Aussetzung der Sperre gegen Balogun war bereits während der Endrunde ein viel diskutiertes Thema. Die Disziplinarkommission der FIFA bestätigte erst am 5. Juli, dass Balogun nach der Aussetzung seiner Sperre spielberechtigt sein würde.

Causa Balogun und Insiderwissen

Laut einem Bericht soll der auf Kryptowährungen basierende amerikanische Prognosemarkt Polymarket am 2. Juli eine Wettoption mit der Frage „Wird Folarin Balogun gegen Belgien spielen?“ eröffnet haben. Dies geschah am selben Tag, an dem der US-Stürmer im Achtelfinale gegen Bosnien und Herzegowina die Rote Karte erhielt.

Der Bericht der Group of Copenhagen, zitiert aus einer Quelle, weist darauf hin, dass für die anderen 14 Profis, die während der WM eine Rote Karte erhielten, keine weiteren derartigen Wettmärkte eröffnet und auch die Sperren im Nachhinein nicht ausgesetzt wurden. Dies lässt den Verdacht auf Handel mit Insiderwissen aufkommen.

Die Group of Copenhagen hat daher eine offizielle Anfrage bei der FIFA gestellt und um eine schriftliche Stellungnahme zur Causa Balogun gebeten. Die Sperre gegen den Stürmer der AS Monaco wurde für die Öffentlichkeit überraschend zur Bewährung ausgesetzt.

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Credit: ran.joyn.de

FIFA sieht keine verdächtigen Aktivitäten

Die FIFA hatte zuvor mitgeteilt, dass ihre Integritätsarbeitsgruppe „weder verdächtige Wettaktivitäten noch Anzeichen für Spielmanipulationen im Zusammenhang mit irgendeiner Partie“ festgestellt habe. Der Weltverband betonte, dass dank der engen Zusammenarbeit innerhalb der Arbeitsgruppe potenzielle Hinweise auf Spielmanipulationen fachkundig, koordiniert und rasch beurteilt werden konnten.

Das internationale Überwachungsnetzwerk Group of Copenhagen, vom Europarat zur Bekämpfung von Spielmanipulationen gegründet, war Teil der FIFA-Integritätsarbeitsgruppe. Trotz der sieben registrierten „gelben Hinweise“ gab es dem Gremium zufolge keine „orangen“ oder „roten“ Hinweise, die eine erhöhte oder höchste Alarmbereitschaft bedeuten würden.

Die Ausweitung der WM auf 48 Mannschaften erforderte laut der Group of Copenhagen „verstärkte Überwachungsmaßnahmen“. Erstmals überwachte das Gremium auch kontinuierlich sogenannte Prognosemärkte, die neue Herausforderungen für die Integrität darstellen, da sie oft anonym und unter Verwendung schwer nachverfolgbarer Zahlungsmethoden genutzt werden können.

Die Group of Copenhagen hat ihre Erkenntnisse am 23. Juli veröffentlicht.

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Source: ran.joyn.de

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Niklas Bauer

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.