Die Bundesregierung plant eine signifikante Erhöhung der Tabaksteuer, die ab dem 1. September 2026 in Deutschland in Kraft treten soll. Diese Maßnahme wird voraussichtlich vor allem ärmere Raucher überproportional belasten, da die Tabaksteuer als regressiv gilt und somit tendenziell die weniger wohlhabenden Schichten stärker trifft.
Die Steuererhöhung beläuft sich auf durchschnittlich 13 Prozent — ein Anstieg, der den Steuersatz pro Zigarette von 12,28 Cent auf 12,90 Cent anheben wird. Auch der Steuersatz pro Päckchen Zigaretten soll von 19,84 auf 21,66 Prozent steigen. Ein durchschnittliches Päckchen Zigaretten wird somit ab September 2026 etwa 8,90 Euro kosten.
Wichtige Fakten zur Steuererhöhung:
- Der Steuersatz pro Zigarette erhöht sich auf 12,90 Cent.
- Der Steuersatz pro Päckchen steigt auf 21,66 Prozent.
- Die Regierung erwartet Mehreinnahmen von 2,8 Milliarden Euro durch diese Maßnahme.
Ein Zigarettenhersteller äußerte Bedenken: „Ein großer Zigarettenhersteller befürchtet zudem, dass dann der Schwarzmarkt und der Kauf im benachbarten Ausland – etwa Österreich oder Tschechien – stark anziehen.“ Diese Ängste spiegeln sich in den Reaktionen vieler Experten wider, die die Verteilungspolitik der Regierung kritisieren.
„Die Tabaksteuer ist vermutlich die am stärksten regressiv wirkende Steuer überhaupt“, warnen Kritiker. Die Bundesregierung verteilt also um – von den Ärmeren zu irgendjemandem – und sie weiß selbst nicht, wohin. Wäre es anders, könnte die Bundesregierung durch die Tabaksteuererhöhung auch nicht die Einnahmen erhöhen.
Am 1. Januar 2027 ist eine weitere Erhöhung geplant, bei der der Steuersatz pro Zigarette auf 13,74 Cent steigen wird. Für die Jahre 2028 und 2029 sind weitere moderate Erhöhungen von jeweils nur 1,3 Prozent vorgesehen.
Die Abstimmung über die Gesetzesänderung im Bundestag ist für den 12. Juni 2026 geplant, gefolgt von einer endgültigen Entscheidung im Bundesrat am 10. Juli 2026. Beobachter sind gespannt auf die Diskussionen und möglichen Widerstände gegen diese Maßnahmen.