Birmingham: Bremm gewinnt überraschend Silber bei Leichtathletik-EM

Dramatisches Silber für Deutschland bei der Leichtathletik-EM

Silbermedaille für Florian Bremm

Florian Bremm hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham eine Silbermedaille über 5000 Meter gewonnen. Er musste sich lediglich Jakob Ingebrigtsen aus Norwegen geschlagen geben. Etienne Daguinos aus Frankreich sicherte sich die Bronzemedaille.

Bremm zeigte ein engagiertes Rennen und hielt sich in der Spitzengruppe. Auf der Zielgeraden wurde er von Ingebrigtsen überholt, der sich über weite Strecken im hinteren Feld aufgehalten hatte. Für Bremm ist dies die erste EM-Medaille seiner Karriere und ein bedeutender Erfolg. Er lief die 5000 Meter in 13:15,60 Minuten, während Ingebrigtsen eine Zeit von 13:15,29 Minuten erreichte.

Bremm äußerte sich nach dem Rennen emotional und beschrieb es als das anstrengendste Rennen seines Lebens. Er betonte, dass er nie das Ziel hatte, Europameister zu werden, und dass diese Medaille unglaublich sei. Im Juni hatte er über 5000 Meter eine persönliche Bestzeit von 12:56,80 Minuten aufgestellt.

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Credit: web.de

Weitere deutsche Medaillen und Leistungen

Neben Bremms Silbermedaille holte auch Yemisi Mabry eine Medaille für Deutschland. Sie gewann Bronze im Kugelstoßen mit einer Weite von 19,50 Metern. Die Gold- und Silbermedaillen in dieser Disziplin gingen an die Niederlande, mit Jessica Schilder, die 20,73 Meter erreichte, und Jorinde van Klinken mit 19,64 Metern.

Im 100-Meter-Sprint der Frauen schied Gina Lückenkemper im Halbfinale aus. Die Goldmedaille in dieser Disziplin gewann Amy Hunt aus Großbritannien mit einer Zeit von 11,00 Sekunden. Eva Svoboda aus Polen holte Silber in 11,02 Sekunden, gefolgt von Delphine Nkansa aus Belgien mit 11,06 Sekunden.

Im Vorlauf über 100 Meter Hürden der Frauen zeigte Rosina Schneider eine starke Leistung und erreichte mit 12,75 Sekunden eine persönliche Bestzeit, die auch die schnellste Zeit aller Athletinnen in den drei Rennen war. Lia Flotow qualifizierte sich ebenfalls für das Halbfinale.

Qualifikationen und Verletzungen

Im 3000-Meter-Hindernislauf der Frauen qualifizierten sich Lea Meyer und Gesa Felicitas Krause souverän für das Finale. Meyer lief 9:32,21 Minuten, Krause kam kurz danach ins Ziel. Auch Olivia Gürth sicherte sich einen Platz im Finale.

Im 800-Meter-Lauf der Männer erreichte Alexander Stepanov das Halbfinale. Der deutsche Meister belegte in seinem Lauf den dritten Platz mit einer Zeit von 1:46,27 Minuten. Titelverteidiger Gabriel Tual aus Frankreich schaffte es über die Zeitbesten-Regel ebenfalls ins Halbfinale.

Im Hammerwurf qualifizierten sich Merlin Hummel und Sören Klose für das Finale. Hummel erreichte eine Weite von 75,49 Metern, während Klose mit 75,80 Metern die achtbeste Weite erzielte. Die besten Weiten in der Qualifikation erzielten Wolodimir Mysiyvcuk aus Tschechien mit 79,61 Metern und Bence Halász aus Ungarn mit 79,58 Metern.

Der deutsche Weitsprung-Meister Simon Batz musste sich aufgrund einer Oberschenkelverletzung vom Wettkampf zurückziehen. Auch Mattia Furlani, Weltmeister aus Italien, verletzte sich in der Qualifikation. Die beste Weite im Weitsprung erreichte Francesco Inzoli aus Italien mit 8,34 Metern.

Die 4×400 Meter Mixed-Staffel wurde von Norwegen gewonnen, die eine Zeit von 3:09,62 Minuten erreichten. Großbritannien belegte den zweiten Platz mit 3:10,47 Minuten, gefolgt von den Niederlanden mit 3:10,77 Minuten.

Die Leichtathletik-EM in Birmingham begann mit diesen ersten Wettkämpfen und Medaillenentscheidungen.

Source: bild.de

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Niklas Bauer

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.