Im Tierpark Berlin hat die Giraffenkuh Katharina am 28. April ein männliches Jungtier zur Welt gebracht, während Kundu, ein Bergbongo, auf eine Rettungsmission nach Kenia geschickt wurde. Diese beiden Ereignisse werfen essentielle Fragen zum Thema Artenschutz auf.
Wichtige Fakten:
- Katharina hat bereits neun weitere Nachkommen.
- Das Jungtier ist wohlauf und trinkt regelmäßig bei seiner Mutter.
- Die Herde im Tierpark Berlin wächst mit dem Jungtier auf zwölf Tiere.
- Kundu wurde über 6300 Kilometer nach Kenia geflogen, um seine Art zu retten.
- In freier Wildbahn gibt es nur noch etwa 100 Bergbongos.
Dr. Andreas Knieriem, der Direktor des Tierparks, betont: „Die Geburt ist sehr gut verlaufen und Mutter und Jungtier verhalten sich genauso, wie wir es uns wünschen.“ Diese positive Nachricht kommt in einer Zeit, in der Giraffen als „gefährdet“ auf der Roten Liste der IUCN gelistet werden.
Die Rothschild-Giraffen sind in ihrem natürlichen Lebensraum in Kenia und Uganda beheimatet. Doch die Population dieser majestätischen Tiere hat stark abgenommen. Im Jahr 2023 musste ein Jungtier von Rothschild-Giraffe Amalka aufgrund einer Erkrankung eingeschläfert werden.
Katharina ist 20 Jahre alt und wird bald von ihrer Herde unterstützt, da Giraffenkuh Maude ebenfalls trächtig ist und voraussichtlich im Juni ein weiteres Jungtier zur Welt bringen wird. Die Herausforderungen des Artenschutzes sind enorm, besonders angesichts der Wilderei und der Zerstörung ihres Lebensraums.
Kundu’s Reise nach Kenia ist Teil eines internationalen Projekts zum Schutz seiner Art. Dr. Knieriem erklärt: „Wir tragen eine besondere Verantwortung und sind stolz, Teil dieses internationalen Projekts zu sein.“
Während die Geburt des Giraffen-Jungtiers einen Lichtblick bietet, bleibt die Situation für den Bergbongo kritisch. Die Rückkehr dieser Tiere zu ihren natürlichen Lebensräumen könnte entscheidend für das Überleben der Art sein.