Die Polizei und das Bundeskriminalamt (BKA) starten eine neue Fahndungsoffensive zum elften Jahrestag des Verschwindens von Inga Gehricke, um entscheidende Hinweise zu erhalten. Am 2. Mai 2015 verschwand die damals fünfjährige Inga im Waldgebiet bei Wilhelmshof im Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt.
In den letzten elf Jahren haben die Ermittler über 4000 Ermittlungsansätze aus ursprünglich 2000 Spuren verfolgt, doch bisher blieben die Suchaktionen ohne Ergebnis. Die Familie Gehricke hat die Belohnung für Hinweise auf 50.000 Euro erhöht, in der Hoffnung, neue Informationen zu erhalten.
Wichtige Fakten:
- Inga Gehricke wurde zuletzt während eines Familienbesuchs im Waldgebiet gesehen.
- Die Polizei plant eine umfangreiche Öffentlichkeitsfahndung, die auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ thematisiert wird.
- Die neuen Suchaktionen sollen helfen, den Cold Case endlich zu lösen.
„Ich fühle, dass mein Kind noch lebt. Für mich ist das eine Chance, dass meine Familie und ich neue Hinweise zu Inga erhalten“, sagte Viktoria Gehricke, Ingas Mutter. Diese Worte spiegeln die Hoffnung wider, die trotz der langen Zeit nicht erloschen ist.
Aktuell befinden sich Polizei und BKA in der Abstimmung und Planung für die Fahndungsmaßnahmen. Antje Hoppen von der Polizeiinspektion Halle erklärte: „Wir hoffen auf zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung.“ Die bevorstehenden Aktionen könnten entscheidend sein — nicht nur für die Familie Gehricke, sondern auch für alle anderen vermissten Kinder in Deutschland.
Trotz der vielen Jahre bleibt der Fall ein drängendes Thema. Die Ermittler setzen alles daran, das Rätsel um Ingas Verschwinden zu lösen und hoffen auf neue Ansätze durch die Öffentlichkeit.