„Die Gefahr für die allgemeine Bevölkerung bleibt weiterhin niedrig“, verkündete Hans Kluge von der WHO und versuchte damit, die Sorgen nach einem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius zu zerstreuen. Auf dem Schiff, das von Argentinien auf dem Weg zu den Kap Verde war, sind mutmaßlich drei Menschen gestorben.
Wichtige Fakten:
- Drei Menschen sind mutmaßlich nach einem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius gestorben.
- Das Kreuzfahrtschiff darf nicht im Hafen der Hauptstadt Praia anlegen.
- Eine medizinische Evakuierung von Passagieren ist im Gange.
- Einer der Verstorbenen ist ein Deutscher oder eine Deutsche.
- Drei weitere Personen sind infiziert, darunter ein Passagier auf der Intensivstation in Südafrika.
Die Gesundheitsbehörde von Kap Verde hat entschieden, dass die Passagiere an Bord des Schiffs bleiben müssen. Maria da Luz Lima, die Gesundheitsministerin des Landes, erklärte: „Zum Schutz der kapverdischen Bevölkerung müssen die Passagiere an Bord des Schiffs bleiben.“ Die genaue Ursache für die Infektionen ist derzeit unklar; Experten vermuten jedoch eine Nagetierübertragung, da Hantaviren üblicherweise über die Ausscheidungen von Nagetieren übertragen werden.
In Deutschland erkranken jährlich nur wenige Hundert Menschen an dem Virus. Laut dem Robert Koch-Institut gab es in den vergangenen 25 Jahren dort nur einen Todesfall durch Hantavirus. Dennoch bleibt die Situation angespannt, da die niederländischen Behörden planen, zwei weitere Betroffene auszufliegen. Die WHO und andere Gesundheitsbehörden beobachten die Lage aufmerksam.
Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklungen auf zukünftige Reisen und Kreuzfahrten auswirken werden. Die Weltgesundheitsorganisation hat jedoch betont, dass das Risiko einer breiten Verbreitung des Virus gering ist und dass Maßnahmen zur Eindämmung bereits eingeleitet wurden.