DFB-Team trifft im Sechzehntelfinale auf Paraguay

DFB-News: Über Paraguay gegen Frankreich? DFB-Turnierweg wird klarer

Das DFB-Team trifft im Sechzehntelfinale des Turniers auf Paraguay. Diese Begegnung steht fest, nachdem Spanien gegen Uruguay gewonnen hat. Ursprünglich gab es 495 mathematische Szenarien für den deutschen Gegner, doch durch das Ergebnis des Spiels zwischen Spanien und Uruguay wurde Paraguay als Gegner gesichert.

Paraguay hat sich in Gruppe D durchgesetzt und die Türkei hinter sich gelassen. Mit vier Punkten zogen die Südamerikaner in die K.o.-Runde ein. Das Sechzehntelfinale ist für Montag um 22:30 Uhr MESZ in Boston angesetzt.

Mögliche weitere Gegner und Turnierbaum

Sollte Deutschland das Spiel gegen Paraguay gewinnen, würde das Team im Achtelfinale auf Frankreich oder Schweden treffen. Das mögliche Achtelfinale der DFB-Elf findet am 4. Juli, dem amerikanischen Nationalfeiertag, um 23:00 Uhr MESZ in Philadelphia statt. Frankreich gilt als einer der Top-Favoriten auf den Titel und zeigte in der Gruppenphase eine starke Leistung mit drei Siegen aus drei Spielen.

Der Turnierbaum der WM 2026 wurde durch die Ergebnisse der Gruppenspiele konkreter. Die FIFA hat für die 48 teilnehmenden Mannschaften und die daraus resultierenden 495 Szenarien einen Schlüssel entwickelt, um die Platzierung im Turnierbaum festzulegen. Die Klarheit über den Sechzehntelfinal-Gegner kam für Bundestrainer Julian Nagelsmann früher als erwartet, da die endgültige Entscheidung auch erst rund 40 Stunden vor dem Anstoß hätte fallen können.

Der Turnierbaum der WM 2026
Der Turnierbaum der WM 2026 Credit: sportschau.de

Nagelsmann hatte zuvor berichtet, dass sich das Trainerteam aufgeteilt hatte, um die verschiedenen möglichen Gegner zu analysieren und eine Nachtschicht einzulegen. Trotz der frühen Klarheit kritisierte er den Turniermodus, da er das Gefühl hatte, unter großen Zeitdruck zu geraten und dafür bestraft zu werden, Gruppenerster geworden zu sein. Zuvor waren auch Schottland und Schweden als mögliche Gegner im Gespräch.

Debatte um Manuel Neuer und Team-Situation

Nach der 1:2-Niederlage des DFB-Teams gegen Ecuador halten die Diskussionen um Torwart Manuel Neuer an. Bei beiden Gegentoren sah der 40-Jährige unglücklich aus. Ehemalige Nationaltorhüter, darunter Torwart-Legende Sepp Maier, äußerten sich zu den Szenen. Maier sagte, das ganze Team sei schwach gewesen, aber Neuer hätte dem Ball früher entgegengehen müssen.

Gleichzeitig verteidigte Maier seinen Nachfolger und betonte, dass Neuer nicht der Sündenbock für die Niederlage sei und die Kritik unfair sei. Auch der ehemalige Nationaltorhüter Timo Hildebrand verteidigte Neuer vehement und kritisierte die Debatte als „typisch deutsch“, da es in der fraglichen Szene vor dem 1:2-Gegentor „brutal schwer“ für Neuer gewesen sei.

Das DFB-Team trainierte nach der Niederlage gegen Ecuador dezimiert. Nathaniel Brown, der von leichten Adduktorenproblemen geplagt wird, stand am Freitag noch nicht wieder auf dem Trainingsplatz in Winston-Salem. Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich jedoch zuversichtlich, dass Brown am Montag spielen kann. Andere Reservisten, wie Deniz Undav und Malick Thiaw, trainierten unter der Beobachtung von Nagelsmann, DFB-Sportdirektor Rudi Völler und Geschäftsführer Andreas Rettig.

Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte im dritten Gruppenspiel gegen Ecuador versucht, Stammkräften weitere Spielpraxis zu geben und Spielern Minuten zu verschaffen, die sonst möglicherweise keine bekommen hätten. Beide Ansätze misslangen, was zu einem schlechten Ergebnis führte. Trotz der Probleme von Felix Nmecha und Aleksandar Pavlovic im Mittelfeld gegen Ecuador und zuvor gegen die Elfenbeinküste, ist eine Rückversetzung von Joshua Kimmich in die Zentrale derzeit kein Thema. Nagelsmann hob Kimmichs Qualitäten als Rechtsverteidiger hervor.

Reaktionen und weitere Details

Nach dem überraschenden Erfolg gegen Deutschland rief Ecuadors Präsident Daniel Noboa den Freitag spontan zum Feiertag aus. Er dankte den Spielern und dem Trainer, die es trotz Kritik und schwieriger Momente geschafft hatten, dem ganzen Land Freude zu bereiten. Das Team von Trainer Sebastián Beccacece zog mit vier Punkten erstmals seit der WM 2006 in die K.o.-Phase ein.

Die ecuadorianischen Fans feierten den Einzug lautstark, während bei den deutschen Fans nach der Niederlage eine gedrückte Stimmung herrschte. Tausende feierten den Erfolg auch auf den Straßen von Quito. Deniz Undav, der als Joker der DFB-Elf bereits drei Tore erzielt hat, ist in aller Munde, besonders in Achim, wo er seinen Durchbruch als Profi schaffte.

Auch eine kuriose Szene ereignete sich nach dem Spiel: Leon Goretzka stieg nach dem 1:2 gegen Ecuador versehentlich in den Bus des euphorisierten Gegners, bevor er das richtige Gefährt fand. Die Partie der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador sahen durchschnittlich 18,47 Millionen Zuschauer im Ersten, was einem Gesamt-Marktanteil von 71,9 Prozent entsprach.

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Source: sportschau.de

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Niklas Bauer

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.