DR Kongo: Trainer Desabre erhält traurige Nachricht nach WM-Ausscheiden

(S+) Newsblog zur Fußball-WM: Tod von Vater auf Pressekonferenz bekannt gegeben – Trainer der DR Kongo irritiert

Die Demokratische Republik Kongo hat sich nach ihrem Ausscheiden im Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft mit einer traurigen Mitteilung verabschiedet. Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel wurde bekannt gegeben, dass Nationaltrainer Sébastien Desabre seinen Vater verloren hat. Diese Nachricht wurde im Anschluss an die 1:2-Niederlage gegen England übermittelt.

Ein Sprecher des Teams informierte die Anwesenden über den Verlust des Trainers. Sébastien Desabre, der während der Bekanntgabe neben dem Sprecher saß, zeigte sich Berichten zufolge für einen Moment irritiert, bedankte sich jedoch kurz für die Anteilnahme. Weitere Details zu den Umständen der Nachricht waren zunächst nicht verfügbar.

Reaktionen und Hintergründe

Es blieb unklar, ob Desabre die Nachricht vom Tod seines Vaters bereits vor dem entscheidenden Spiel erhalten hatte. Der 49-jährige Franzose hatte mit der DR Kongo eine bemerkenswerte Weltmeisterschaft gespielt. Die Nation, die von der Ebola-Krise betroffen ist, hatte sich unter seiner Führung erstmals für die K.o.-Runde eines solchen Turniers qualifiziert.

Das Ausscheiden der DR Kongo erfolgte nach einer knappen Niederlage gegen England. Trotz des sportlichen Endes der Reise war die erstmalige Qualifikation für die K.o.-Runde ein großer Erfolg für das Team und das Land.

WM 2026 - England - DR Kongo
Nationaltrainer Sébastien Desabre muss einen Schicksalsschlag in seiner Familie verkraften.© dpa / Erik S. Lesser/AP/dpa Credit: web.de

Weitere WM-Ereignisse

Während die DR Kongo mit dieser traurigen Nachricht abreiste, gab es auch andere dramatische Entwicklungen bei der Weltmeisterschaft. Die USA besiegten Bosnien-Herzegowina, obwohl sie einen Teil des Spiels in Unterzahl bestreiten mussten. Folarin Balogun und Malik Tillman erzielten die Tore, die die Fans im Super-Bowl-Stadion in Santa Clara jubeln ließen. Balogun sah eine umstrittene Rote Karte, wodurch das von Mauricio Pochettino trainierte Team rund 30 Minuten zu zehnt spielte.

Auch Belgien sicherte sich ein Weiterkommen ins Achtelfinale nach einem dramatischen Comeback-Sieg gegen den Senegal. Nach einem 0:2-Rückstand in Seattle gewann Belgien noch mit 3:2 nach Verlängerung. Habib Diarra und Ismaila Sarr hatten den Senegal in Führung gebracht. In der Schlussphase sorgten Romelu Lukaku und Youri Tielemans für den Ausgleich. In der Verlängerung verwandelte Tielemans einen Foulelfmeter, nachdem das Foulspiel minutenlang per Videobeweis überprüft worden war.

Während des Spiels gegen den Senegal kam es bei Belgien zu einer Auseinandersetzung zwischen Kapitän Youri Tielemans und Leandro Trossard. Die beiden Spieler gerieten vor laufenden Kameras aneinander und schrien sich an, wobei es auch zu einem Schubser kam. Romelu Lukaku trennte die beiden. Kurz darauf fiel der Ausgleich, bei dem Trossard die Flanke schlug und Tielemans einköpfte, woraufhin sich die zuvor zerstrittenen Teamkollegen im Jubel umarmten.

Das deutsche Team schied ebenfalls im Sechzehntelfinale aus, nachdem es im Elfmeterschießen an Paraguay scheiterte. Ehemalige Welt- und Europameister wie Guido Buchwald, Jürgen Kohler, Andreas Möller, Olaf Thon und Fredi Bobic forderten daraufhin einen Neuanfang für den DFB.

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Source: spiegel.de

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Niklas Bauer

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.