Frankreich sichert sich Halbfinalplatz
Die französische Nationalmannschaft hat ihre Position als einer der Top-Favoriten bei der Fußball-Weltmeisterschaft untermauert, indem sie zum dritten Mal in Folge das Halbfinale erreichte. Im Viertelfinale setzte sich das Team mit 2:0 gegen Marokko durch. Die Begegnung fand vor 63.811 Zuschauern statt und zeigte über weite Strecken eine Überlegenheit der Franzosen.
Angeführt von Kylian Mbappé, der trotz eines verschossenen Elfmeters eine entscheidende Rolle spielte, dominierte Frankreich das Spiel. Der Sieg bringt die Mannschaft in eine Position, in der sie Geschichte schreiben und den Traum vom dritten WM-Titel nach 1998 und 2018 weiterverfolgen kann. Im Halbfinale trifft Frankreich auf den Sieger des Duells zwischen Spanien und Belgien.
Obwohl die Franzosen von Beginn an als das stärkere Team auftraten, benötigten sie eine Weile, um die Defensive Marokkos zu überwinden. Der marokkanische Torhüter Bono zeigte eine herausragende Leistung und vereitelte mehrere französische Chancen.
Mbappé und Dembélé entscheiden die Partie
Die erste Hälfte des Spiels war geprägt von französischen Angriffen und einem starken Bono im Tor Marokkos. Bereits nach wenigen Minuten parierte er Schüsse von Mbappé und einen Kopfball von Dayot Upamecano. In der 28. Minute hielt Bono sogar einen Strafstoß von Mbappé, der nach einem Foul von Noussair Mazraoui an dem französischen Kapitän verhängt worden war. Die lange Wartezeit vor der Ausführung des Elfmeters, die durch eine Überprüfung eines vorangegangenen Zweikampfes entstand, wurde von Experten kritisiert.
Trotz des verschossenen Elfmeters blieb Frankreich offensiv und erarbeitete sich weitere Möglichkeiten. Ein Schlenzer von Ousmane Dembélé flog am Tor vorbei, und Désiré Doué scheiterte ebenfalls an Bono. Kurz vor der Halbzeit lenkte Bono einen Fernschuss von Lucas Digne an die Latte, was den 0:0-Halbzeitstand sicherte.
Nach der Pause setzte Frankreich seine Bemühungen fort. Mbappé erlöste sein Team in der 60. Minute mit einem Schlenzer von der Strafraumgrenze, der unhaltbar im rechten Eck einschlug. Dies war sein achter Turniertreffer und sein 20. WM-Tor insgesamt. Nur Lionel Messi hat mehr WM-Tore erzielt. Kurz darauf erhöhte Ousmane Dembélé in der 66. Minute mit einem Flachschuss auf 2:0, was die Entscheidung in der Partie brachte. Dembélé erzielte damit sein fünftes Turniertor.

Marokkos Widerstand und Frankreichs Ausblick
Marokko, das 2022 als erstes afrikanisches Team ein WM-Halbfinale erreicht hatte, wirkte über weite Strecken der Partie überfordert. Die Nordafrikaner mussten auf den angeschlagenen Ismael Saibari verzichten, der aufgrund einer Muskelverletzung aus dem Achtelfinale nicht eingesetzt werden konnte. Trotz der Bemühungen von Trainer Ouahbi, der die Stimmung vor dem Spiel anheizte, fand Marokko offensiv kaum statt und konnte die französische Abwehr nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen.
Nach dem Spiel äußerte sich Mbappé zu einer leichten Verletzung, die er sich in der zweiten Halbzeit zugezogen hatte. Er musste seinen Knöchel kühlen, gab aber Entwarnung und betonte, dass es ihm gut gehe. Auch Nationaltrainer Didier Deschamps bestätigte, dass es nichts Ernstes sei. Deschamps zeigte sich zufrieden mit der Leistung seines Teams und hob hervor, dass das Erreichen des dritten Halbfinals in Folge eine gute Sache sei, die nicht als selbstverständlich betrachtet werden sollte.
Für Marokko endete der Traum vom ersten WM-Triumph einer afrikanischen Mannschaft erneut gegen Frankreich. Trainer Mohamed Ouahbi zeigte sich enttäuscht, betonte aber, dass sein Team alles gegeben habe und anerkennen müsse, gegen eine großartige Mannschaft gespielt zu haben. Die französische Nationalmannschaft wird nun am Dienstag in Dallas im Halbfinale antreten.
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Source: welt.de