DFB-Team im letzten Gruppenspiel
Die deutsche Nationalmannschaft traf in ihrem dritten Gruppenspiel auf Ecuador. Obwohl das DFB-Team bereits als Gruppensieger feststand, kämpfte Ecuador noch um den Einzug in die K.-o.-Runde der WM. Das Spiel wurde um 22:00 Uhr angepfiffen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann musste die Mannschaft aufgrund von Verletzungen im Vergleich zum Spiel gegen die Elfenbeinküste auf zwei Positionen ändern. Diese Wechsel kamen nicht überraschend, da der Bundestrainer sie bereits im Vorfeld angedeutet hatte. Deniz Undav, der als „Edel-Joker“ gilt, sollte voraussichtlich auch in diesem Spiel von der Bank kommen.
Das Spiel endete mit einem 1:1-Unentschieden. Trotz des bereits feststehenden Gruppensieges für Deutschland zeigte das Spiel einige bemerkenswerte Momente. Die erste Hälfte war aus deutscher Sicht nicht ohne Gegentor, jedoch erzielte Leroy Aziz Sané seinen ersten Turniertreffer in seiner DFB-Karriere.
Der Rasen in New York schien in einem schlechten Zustand zu sein, was das Spielgeschehen beeinflusste. Ein Fehlpass von Nmecha führte zum Ausgleichstreffer für Ecuador durch Angulo, der aus 20 Metern ins lange Eck traf.
Spieler und Trainer im Fokus
Deniz Undav, der deutsche WM-Topscorer, äußerte sich zu seiner Rolle als Joker. Er betonte, dass er damit kein Problem habe und immer versuche, einen guten Beitrag zu leisten, egal ob von Anfang an oder von der Bank. Für ihn sei das Wichtigste, dass das Team gewinnt. Undav hat bei der WM bereits drei Tore erzielt und zwei weitere vorbereitet.
Nagelsmann begründete den erneuten Verzicht auf Undav in der Startelf. Er erklärte, dass es nicht ausgeschlossen sei, dass Undav auch einmal in der Startelf stehen werde. Er fügte hinzu, dass Undav Tore schießen könne, wenn er in den ersten 70/80 Minuten auf dem Feld sei. Sollte es jedoch wie gegen die Elfenbeinküste 0:1 stehen, müsse man jemanden bringen, der Tore schießt, und da gebe es nicht viele im Kader, die dies mit der Verlässlichkeit von Deniz Undav tun.
Niko Schlotterbeck, der sich eine Verletzung zugezogen hatte, die ihn daran hindert, bei dieser WM wieder auf dem Platz zu stehen, blieb dennoch bei der Mannschaft. Der DFB erhielt eine Sondergenehmigung von der FIFA, sodass Schlotterbeck trotz seiner Verletzung auf der Bank sitzen durfte und mit Spezialschuh und Krücken zum letzten Gruppenspiel nach East Rutherford reiste.
Der frühere Nationalspieler Ilkay Gündogan kritisierte in seiner Kolumne TV-Experten, die mit extremen Meinungen Schlagzeilen machen. Er nannte Per Mertesacker als positives Gegenbeispiel.
Lothar Matthäus äußerte sich zu Leroy Sané und meinte, dass dieser aktuell nicht der Spieler sei, den man schon häufiger gesehen habe. Er betonte jedoch auch, dass Sané Ansätze gezeigt habe und fleißig sei, auch wenn er oft die falschen Entscheidungen treffe. Matthäus merkte an, dass auch andere DFB-Spieler ihr volles Potenzial noch nicht ausgeschöpft hätten.
Weitere Entwicklungen und Ausblicke
Amiri berichtete, viele Nachrichten aus Afghanistan zu erhalten, die alle stolz auf ihn seien. Er sei in Deutschland geboren, aber froh, seine Wurzeln stolz gemacht zu haben. Gegen die Elfenbeinküste gab er sein WM-Debüt für Deutschland und bereitete den Ausgleich von Deniz Undav vor.
Ecuadors Nationaltrainer Sebástian Beccacece haderte vor dem WM-Spiel gegen Deutschland mit der Wahrnehmung seiner Person in Ecuador und rief ein Endspiel um seinen Job aus. Er habe das Herz seiner Spieler erreicht, aber keine Verbindung zu den Fans aufbauen können.
Die aktuelle WM ist die vorerst letzte, bei der das DFB-Team Trikots von Adidas trägt. Ab 2027 übernimmt Nike die Ausstattung der deutschen Nationalmannschaft. Nike gab im Vorfeld des Ecuador-Spiels einen Vorgeschmack auf das neue Trikot, das auf einem riesigen Plakat auf dem Hudson River in New York zu sehen war. Obwohl das Trikot verpixelt ist, lässt sich erahnen, dass Nike es klassisch halten wird.
Adidas-Vorstandschef Björn Gulden zeigte sich zufrieden mit den Verkaufszahlen der aktuellen Trikots und schätzte, dass insgesamt mehr als drei Millionen Deutschland-Jerseys verkauft würden. Dies sei ein Rekordwert, da man dreimal so viele DFB-Trikots wie bei der WM in Katar vor vier Jahren verkaufe.
Das Spiel zwischen Deutschland und Ecuador wurde am Donnerstag um 22:00 Uhr MESZ angepfiffen.
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Source: web.de