Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft 2026 im Sechzehntelfinale ausgeschieden, was zu einer tiefgreifenden Enttäuschung innerhalb des Teams und bei den Fans geführt hat. Das Ausscheiden erfolgte nach einer Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay. Dies markiert das dritte frühe Ausscheiden Deutschlands bei einer Weltmeisterschaft in Folge.
Joshua Kimmich, Kapitän der deutschen Mannschaft, äußerte sich nach dem Spiel sichtlich betroffen über das Ergebnis. Er betonte, dass die Mannschaft die Verantwortung für das Scheitern trage und es nicht dem Trainer, den Medien, dem Schiedsrichter oder dem Gegner zuzuschreiben sei. Kimmich hob hervor, dass es der Mannschaft nicht gelungen sei, einen schwächeren Gegner zu besiegen.
Kritik an Trainer Nagelsmann
Interne Berichte deuten darauf hin, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann die Mannschaft verloren haben könnte. Es wird kritisiert, dass er trotz vieler Offensivstars kein funktionierendes Team formen konnte. Zickzack-Entscheidungen bezüglich des Kaders, des Systems und der Stammelf sollen die Spieler verunsichert haben. Auch der Umgang mit Führungsspielern und Torhütern wird als problematisch angesehen.
Philipp Lahm, ehemaliger Nationalspieler, zeigte sich fassungslos über das erneute frühe Ausscheiden. Er führte das Scheitern auf mangelnde Kontinuität in den letzten zehn Jahren zurück. Lahm kritisierte, dass sich Deutschland nicht entschieden habe, wie es Fußball spielen wolle, und dass Nagelsmann zu viel experimentiert habe, was die Entwicklung der Mannschaft beeinträchtige.

Kimmich, der zum dritten Mal eine Weltmeisterschaft mit einer Enttäuschung verlassen muss, sprach von einem Desaster. Er ist einer der wenigen deutschen Spieler, die über Jahre hinweg als Weltklasse galten. Trotz der wiederholten Rückschläge betonte Kimmich seinen Ehrgeiz und seine Entschlossenheit: „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde ist: Aufgeben.“
Die Bedeutung für die Nation
Kimmich hob die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Nationalmannschaft hervor. Er bedauerte, dass die Mannschaft den Menschen in Deutschland in einer Zeit, in der Stolz guttun würde, nichts Positives geben konnte. Er erinnerte sich an seine Kindheit, in der Deutschland bei Weltmeisterschaften immer das Halbfinale oder Finale erreichte, und den Wunsch, dies auch der aktuellen Generation zu ermöglichen.
Die Ära Kimmich, die bereits 114 Länderspiele umfasst, wird als eine der enttäuschendsten in der Geschichte des DFB beschrieben. Seine Generation hat noch kein K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft gewonnen. Das unglückliche Viertelfinal-Aus gegen Spanien bei der Heim-EM 2024 wurde im Rückblick als zu positiv bewertet, und die Hoffnungen auf eine Weltmeisterschaft wurden nicht erfüllt.
Das Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Paraguay nach einem 4:5 im Elfmeterschießen hat die Diskussionen um die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft und des Bundestrainers Nagelsmann neu entfacht.

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Source: bild.de