Derzeit ist Leon Goretzka (31) vereinslos, nachdem er den FC Bayern nach acht Jahren verlassen hat, da sein auslaufender Vertrag nicht verlängert wurde. Nun scheint es Bewegung im Poker um den Mittelfeldspieler zu geben. Berichten aus Italien zufolge könnte es den ehemaligen Bayern-Profi in die Serie A ziehen, wobei Juventus Turin den Kontakt zu Goretzkas Berateragentur Roof wieder aufgenommen haben soll. Einem Bericht von „Calciomercato“ zufolge intensivierte der italienische Rekordmeister die Gespräche, nachdem bereits im März Interesse bekundet wurde.
Die Verantwortlichen in Turin sehen in dem Ex-Bayern-Star eine potenzielle Führungspersönlichkeit, die sowohl sportlich als auch charakterlich eine wichtige Rolle einnehmen könnte. Konkrete Fortschritte bei einer Verpflichtung blieben bislang jedoch aus. Der Grund dafür sollen die finanziellen Forderungen des deutschen Nationalspielers sein, die eine erhebliche Hürde für Juventus darstellen könnten.
Finanzielle Forderungen als Knackpunkt
Goretzka soll für seine Unterschrift ein Handgeld von rund zehn Millionen Euro sowie ein Netto-Gehalt von sieben Millionen Euro pro Saison fordern. Zum Vergleich: Beim FC Bayern erhielt er etwa 17 Millionen Euro brutto pro Jahr. Für Juventus, das die vergangene Saison ohne Qualifikation für die Champions League beendete, könnte dieses Gesamtpaket eine große finanzielle Herausforderung darstellen.
Neben Goretzka steht auch der vereinslose Franck Kessié (29), der zuletzt für Al-Ahli spielte, auf der Wunschliste der „Alten Dame“. Der Ivorer soll mit einem Dreijahresvertrag und fünf Millionen Euro netto pro Jahr zufrieden sein. Dies würde Kessié zu einer günstigeren Alternative im Vergleich zu Goretzka machen, dessen Forderungen deutlich höher liegen sollen.
Weitere Optionen für Goretzka
Nach vorliegenden Informationen ist Juventus nicht der einzige Klub, der Interesse an Goretzka zeigt. Es gibt mehrere Optionen und Anfragen, die Goretzka nach der Weltmeisterschaft in Ruhe mit seinen Beratern und seiner Familie besprechen will. Unter anderem soll der MLS-Klub Chicago Fire Interesse an einer Verpflichtung gezeigt haben.
Bei Chicago Fire spielten bereits frühere deutsche Fußballgrößen wie Bastian Schweinsteiger (41) und Arne Friedrich (47). Auch der ehemalige Bayern-Star Robert Lewandowski wechselte in diesem Sommer vom FC Barcelona zu Chicago Fire. Ein Wechsel in die US-amerikanische MLS könnte für Goretzka eine interessante Perspektive darstellen, ähnlich dem „Müller-Weg“, der ebenfalls in den USA enden könnte.
In den vergangenen Wochen wurde Goretzka auch mit einem Wechsel in die spanische La Liga in Verbindung gebracht, wobei Atlético Madrid als potenzieller Abnehmer gehandelt wurde. Die Leitung zu Italiens Rekordmeister soll nach einer wochenlangen Funkstille mittlerweile wieder stehen, doch die hohen Forderungen des Mittelfeldspielers bleiben ein zentraler Punkt in den Verhandlungen.
Die Entscheidung über Goretzkas Zukunft wird voraussichtlich nach der Weltmeisterschaft fallen, wenn er die verschiedenen Angebote mit seinem Umfeld bewertet.
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Source: bild.de