Weg frei für das Bundestraineramt
Der Weg für Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer ist offenbar endgültig geebnet. Nach Berichten soll Red Bull, Klopps derzeitiger Arbeitgeber, ihn aus seinem bis 2029 laufenden Vertrag freigeben. Diese Freigabe ermöglicht es Klopp, das Amt des Bundestrainers zu übernehmen, ohne dass finanzielle Forderungen an den DFB gestellt werden.
Oliver Mintzlaff, der Boss von Red Bull, hat Klopp die Freigabe erteilt. Ursprünglich hatte Klopp bei dem Getränke-Giganten einen Vertrag ohne Ausstiegsklausel. Klopp wird dem Konzern auch nicht als Botschafter oder sportlicher Ratgeber erhalten bleiben, was zuvor ein Thema war. Red Bull möchte, dass Klopp sich vollständig auf seine neue Aufgabe als Bundestrainer konzentrieren kann.
Klopp bestätigt Einigung und weitere Gespräche
Jürgen Klopp selbst bestätigte eine Einigung mit Red Bull, betonte jedoch, dass noch nicht alles final sei. Er sprach von einer „sehr großzügigen Regelung“, die er mit Red Bull gefunden habe. Es stünden jedoch noch „viele Gespräche“ an, da es sich um eine Zusammenarbeit mit einem Verband handele und viele Personen informiert werden müssten.
Die offizielle Vorstellung Klopps als Bundestrainer könnte demnach zeitnah erfolgen. Berichten zufolge ist eine Pressekonferenz für den kommenden Freitag geplant. Der DFB hat sich zu den aktuellen Verhandlungen nicht geäußert und verwies darauf, dass eine finale Entscheidung von den zuständigen Gremien getroffen werde.
Klopp soll die Nachfolge von Julian Nagelsmann antreten. Nagelsmann hatte den Posten nach dem frühen Ausscheiden bei der WM geräumt. Klopp war nach seiner Zeit als Vereinstrainer als „Head of Global Soccer“ für Red Bull tätig.
Mögliche Veränderungen im DFB-Management
Neben der Besetzung des Bundestrainerpostens sucht der DFB offenbar auch einen Nachfolger für Andreas Rettig, dessen Vertrag als DFB-Geschäftsführer im Dezember ausläuft. Der ehemalige Nationalspieler Per Mertesacker gilt als möglicher Kandidat für diese Position.
Mertesacker bestätigte, dass der Kontakt zum DFB nie abgerissen sei und in der letzten Woche „ein bisschen Dynamik reingekommen“ sei. Er betonte jedoch, dass es noch nichts zu verkünden gebe und die Priorität zunächst bei Jürgen Klopp liege. Mertesacker ist wie Klopp als Experte bei der WM im Einsatz.
Mario Götze, der von 2010 bis 2013 mit Klopp bei Borussia Dortmund zusammenarbeitete, lobte Klopps Fähigkeiten im Umgang mit Menschen. Götze hob hervor, dass Klopp verstehe, wie man Spieler führe, Erwartungen manage und Menschen als Gruppe zusammenbringe, um Leistung zu erzielen. Er sei sehr deutlich in dem, was er wolle und fordere.
Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann äußerte sich kritisch über die aktuelle Verfassung der deutschen Nationalmannschaft nach dem WM-Aus. Er sieht Mängel in der Körperlichkeit und eine mangelnde Fähigkeit, sich durchzusetzen. Klinsmann hofft auf einen Neuanfang unter Jürgen Klopp, da dieser die Energie und positive Art besitze, um andere Leute zu motivieren und einen solchen Neustart zu initiieren.
Die offizielle Ernennung von Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer wird für die kommenden Tage erwartet.
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Source: bild.de