Spanien sichert sich Weltmeistertitel in New York/New Jersey
Spanien hat sich in einem Finale in New York/New Jersey den Weltmeistertitel 2026 gesichert. Die „Selección“ besiegte Argentinien nach Verlängerung mit 1:0. Das entscheidende Tor erzielte Ferran Torres in der 106. Minute. Mit diesem Sieg entthront Spanien die „Albiceleste“, die Weltmeister von 2022 waren.
Das Spiel war über weite Strecken von taktischen Manövern und Zweikämpfen geprägt, wobei Spanien den Ballbesitz dominierte. Offensivaktionen waren jedoch lange Zeit rar. Erst in der 60. Minute erhöhte der Europameister von 2024 den Druck, scheiterte aber wiederholt am argentinischen Torwart Emiliano Martínez, bis Torres den Bann brach.
Spielverlauf und entscheidende Momente
Die erste Torannäherung des Spiels kam von Spanien in der 5. Minute, als Lamine Yamal nach einem Doppelpass mit Dani Olmo zum Abschluss kam, aber an Martínez scheiterte. Der Schuss des 19-Jährigen wurde noch von Lisandro Martínez abgefälscht. Trotz der frühen Chance blieb die erste Halbzeit torlos, was einen Negativrekord bei der WM 2026 für die wenigsten Torschüsse in einer Halbzeit darstellte. Argentinien hatte in dieser Phase keinen einzigen Torschuss.
Nach einer ausgedehnten Halbzeitshow mit internationalen Künstlern wie Madonna, Justin Bieber und Shakira, die knapp 27 Minuten dauerte, begann die zweite Hälfte. Kurz nach Wiederanpfiff prüfte Álex Baena den argentinischen Keeper aus 20 Metern, doch Martínez parierte sicher. Spanien agierte nun druckvoller, während Argentinien weiterhin offensiv blass blieb.
In der 63. Minute klärte Martínez einen Schuss von Olmo zur Ecke. Wenig später köpfte der eingewechselte Torres nach einer Flanke von Yamal direkt in die Arme von Martínez. Der spanische Druck hielt an, und Martínez musste weitere Schüsse von Pedri (77. Minute), Mikel Merino (78. Minute) und Aymeric Laporte (81. Minute) abwehren. In der 87. Minute schoss Torres am Tor vorbei.
Kurz vor Ende der regulären Spielzeit sah Enzo Fernández von Argentinien die Gelb-Rote Karte, nachdem er Pau Cubarsi im Mittelfeld gefoult hatte. Dies geschah in der 90.+3 Minute. Nico Williams scheiterte ebenfalls an Martínez in der Nachspielzeit. Eine große Freistoßchance für Spanien durch Yamal wurde ebenfalls von Martínez vereitelt.

Verlängerung und Spaniens Triumph
In der Verlängerung zeigte Martínez erneut eine Glanzparade bei einem Kopfball von Williams in der 93. Minute. Ein Treffer von Nico Williams in der 96. Minute wurde vom Schiedsrichter Slavko Vincic aus Slowenien wegen eines vorangegangenen Foulspiels von Merino an Nicolas Otamendi aberkannt. Merinos Kopfball strich wenig später knapp am Tor vorbei.
Der erlösende Treffer für Spanien fiel fast unmittelbar nach Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung. Pedro Porro flankte von der rechten Strafraumecke zu Williams, der den Ball auf Ferran Torres zurücklegte. Der Angreifer traf aus fünf Metern wuchtig unter die Latte und erzielte damit das goldene Tor zum zweiten WM-Titel Spaniens nach 2010. Ein weiterer Treffer von Torres wurde in der 113. Minute wegen Abseits zurückgenommen. Argentinien warf in Unterzahl alles nach vorne, doch Giuliano Simeone schoss in der Nachspielzeit über das spanische Tor.
Der Erfolg Spaniens war angesichts des Spielverlaufs verdient, während Argentinien offensiv kaum Akzente setzen konnte. Lionel Messi, der 39-Jährige, blieb im Finale blass und wirkte über weite Strecken teilnahmslos. Spaniens Trainer Luis de la Fuente äußerte sich stolz über die Teamleistung und den Titelgewinn. Ferran Torres betonte, dass das Team trotz der Nervosität gegen Messi immer an sich geglaubt habe. Argentiniens Trainer Lionel Scaloni erkannte die Überlegenheit Spaniens an und sprach von einer gerechten Niederlage.
Auszeichnungen und Preisgelder
Der „Goldene Schuh“ ging an Frankreichs Kylian Mbappé, der im Spiel um Platz drei gegen England (4:6) sein Tore-Konto auf zehn Tore aufgestockt hatte. Messi belegte mit insgesamt acht Treffern den zweiten Platz in der Torschützenliste der WM 2026. Mbappé überholte Messi auch in der ewigen WM-Torjägerliste und steht nach dem Turnier bei insgesamt 22 WM-Treffern, während Messi 21 Tore erzielt hat.
Neben dem Titel ging es im Endspiel auch um ein Rekord-Preisgeld. Sieger Spanien erhält eine Prämie von 50 Millionen US-Dollar, während Argentinien als Verlierer 33 Millionen US-Dollar von der FIFA erhält.

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Source: sportschau.de