Lando Norris hat in Ungarn seinen ersten Sieg in der aktuellen Formel-1-Saison erzielt. Er startete von der Pole-Position und konnte sich nach einem anfänglichen Verlust der Führung an seinen Teamkollegen Oscar Piastri wieder zurückkämpfen. Piastri schied später auf dem zweiten Rang liegend aus.
Hinter Norris belegte Max Verstappen den zweiten Platz, während Kimi Antonelli als Dritter ins Ziel kam. Antonelli konnte somit seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft ausbauen, da Lewis Hamilton lediglich den fünften Platz erreichte. Hamiltons Ergebnis wurde durch einen Boxenstopp während einer Virtual Safety Car-Phase und eine Strafe für zu schnelles Fahren in der Boxengasse beeinträchtigt.
Für Ferrari, die als Favoriten in das Rennen gingen, war das Ergebnis enttäuschend. Experten kritisierten die Strategie des Teams, insbesondere die Entscheidung, Charles Leclerc harte Reifen zu geben. Karun Chandhok von ‚Sky‘ merkte an, dass Ferrari die Strategie von Mercedes mit Hamilton hätte übernehmen und den Stint verlängern sollen, um Leclerc am Ende auf weicheren Reifen fahren zu lassen. Johnny Herbert, ebenfalls bei ‚Sky‘, wies darauf hin, dass die harten Reifen bereits früh im Rennen bei den Alpines nicht funktioniert hatten, und bezeichnete Ferraris Entscheidung als „die dümmste Entscheidung“.
Analyse des Rennens und Teamreaktionen
Sergio Perez beendete das Rennen auf dem fünften Platz. Er äußerte sich, dass er ohne die Virtual Safety Car-Phase möglicherweise das Podium erreicht hätte, da ihm am Ende nur etwas mehr als drei Sekunden auf den dritten Platz fehlten. Trotzdem beschrieb er sein Rennen als „gut“, da er von Startplatz elf auf den fünften Rang vorfuhr und nur 16 Sekunden hinter Verstappen lag.
Teamchef Christian Horner von Red Bull äußerte sich zum Motorschaden von Verstappen am Vortag. Er erklärte, dass das Team Glück gehabt habe, dass der Motor nicht erst am Renntag ausfiel. Horner berichtete, dass man sich entschieden habe, die gesamte Power Unit zu wechseln, und auch bei Perez vorsorglich einen Wechsel vorgenommen habe. Der Motor von Verstappen sei reparierbar.
Fernando Alonso kommentierte die Vorfälle mit seinem Teamkollegen Esteban Ocon. Er betonte, dass es keinen Grund für eine Aussprache gebe, da sie immer „hart“ gegeneinander fahren, aber stets einen „Prozent Luft“ lassen, um Kollisionen zu vermeiden. Alonso war zwar vom harten Verteidigen Ocons beim Start „etwas überrascht“, sah darin aber kein Problem.
Ferraris Strategie und weitere Ergebnisse
Teamchef Mattia Binotto von Ferrari zeigte sich unzufrieden mit dem Ergebnis und kündigte eine umfassende Analyse an. Er stellte fest, dass das Auto die Pace vom Freitag nicht reproduzieren konnte. Die Strategiefehler könnten Leclercs letzte Chancen auf die Weltmeisterschaft gekostet haben, da Ferrari trotz eines der schnellsten Autos Schwierigkeiten mit der Umsetzung der Strategie hat.
Auch Alfa Romeo blieb in Ungarn erneut ohne Punkte, zum vierten Mal in Folge. Valtteri Bottas schied aus und berichtete von Problemen mit den harten Reifen und einem Leistungsverlust. Sein Teamkollege Guanyu Zhou belegte den 13. Platz. Eine Einstoppstrategie funktionierte auch bei ihm nicht, was einen zusätzlichen Boxenstopp erforderlich machte und ihn ans Ende des Feldes zurückwarf.
Die Formel 1 geht nun in die Sommerpause, das nächste Rennen findet in vier Wochen in Zandvoort statt.
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