Los Angeles: Spanien besiegt Österreich im WM-Sechzehntelfinale

WM 2026: Spanien zu stark für Österreich – Rangnick fährt rein und fliegt raus! - BILD

Spanien hat sich im WM-Sechzehntelfinale gegen Österreich mit 3:0 durchgesetzt. Das Spiel fand im SoFi Stadium in Los Angeles statt. Für die österreichische Mannschaft bedeutet dies das Ende ihrer Reise beim Turnier, während Spanien ins Achtelfinale einzieht.

Die Spanier dominierten die Partie von Beginn an und ließen den Österreichern kaum Raum. Die Führung schien nur eine Frage der Zeit zu sein, da Spanien das Zepter übernahm und sukzessive Druck aufbaute. Trotzdem benötigte die „Furia Roja“ eine Weile, um ihre Angriffe präzise abzuschließen.

Ein früher Aufreger ereignete sich in der 29. Minute, als Marc Cucurella einen Treffer erzielte, der jedoch wegen eines Fouls an Torhüter Alexander Schlager annulliert wurde. Der Schiedsrichter-Experte Lutz Wagner äußerte sich dazu und sah keinen klaren Stoß, Halt oder Zug, was den Zweikampf als normal erscheinen ließ. Diese Entscheidung, die aus österreichischer Sicht als schmeichelhaft empfunden wurde, entfachte jedoch das spanische Angriffsspiel.

Spanien findet den Weg zum Tor

Nur wenige Minuten nach dem nicht gegebenen Treffer fiel das erste reguläre Tor. In der 36. Minute spielte Marc Cucurella den Ball flach in die Mitte, wo Mikel Oyarzabal goldrichtig stand und zum 1:0 einschob. Damit ging Spanien verdient in Führung.

Die österreichische Mannschaft, trainiert von Ralf Rangnick, kämpfte zwar, konnte aber offensiv kaum Akzente setzen. Eine der wenigen gefährlichen Aktionen war ein Kopfball von Sasa Kalajdzic in der 61. Minute, der jedoch über das Tor ging. Die Spanier hingegen erhöhten nach der Pause ihren Vorsprung.

In der 66. Minute erzielte Pedro Porro nach einer Hereingabe von Alex Baena per Kopf das 2:0. Dies war Porros erster Länderspieltreffer und stellte die Vorentscheidung in Los Angeles dar. Österreichs Teamchef Ralf Rangnick reagierte mit Auswechslungen, brachte unter anderem Marko Arnautovic und Sasa Kalajdzic ins Spiel, doch die Dominanz Spaniens blieb bestehen.

Kurz vor Schluss, in der 89. Minute, sorgte Mikel Oyarzabal mit seinem zweiten Treffer des Abends für den 3:0-Endstand. Oyarzabal hatte bereits gegen Saudi-Arabien einen Doppelpack erzielt und zeigte sich erneut treffsicher.

Österreichs WM-Reise endet

Für Österreich endete damit das WM-Comeback nach 28 Jahren. Trotz des Ausscheidens erreichte das Team sein Mindestziel, die Gruppenphase zu überstehen, was zuletzt vor 44 Jahren gelang. Die Partie war zudem aus österreichischer Sicht historisch, da es das erste K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft seit 1954 war.

Die Bühne für dieses Spiel war das Los Angeles Stadium, ein beeindruckendes Stadion, das auch die Heimat der Rams und Chargers ist und in dem der Super Bowl stattfinden wird. Rund 3.000 österreichische Fans waren in der ausverkauften Arena anwesend und sorgten für eine besondere Atmosphäre.

Für Rekordteamspieler Marko Arnautovic war es der letzte Auftritt im ÖFB-Teamtrikot. Er hatte vor dem Turnier angekündigt, dass dies sein letztes Länderspiel sein würde. Arnautovic blickt auf 137 Partien und 49 Treffer für sein Land zurück.

Ralf Rangnick äußerte sich nach dem Spiel enttäuscht über das Ausscheiden, betonte aber, dass das Team sein eigentliches Ziel erreicht habe. Er hob hervor, dass die Mannschaft in einer extrem schwierigen Gruppe weitergekommen sei und gegen nahezu jeden anderen Gegner gute Chancen gehabt hätte, weiterzukommen. Marcel Sabitzer erkannte die Überlegenheit der Spanier an, betonte aber auch, dass das Team die Massen in Österreich bewegt habe.

Spanien trifft nun am Montag im Achtelfinale auf den Sieger der Partie zwischen Portugal und Kroatien.

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Source: bild.de

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Niklas Bauer

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.