Die 17. Etappe der Tour de France 2026 von Chambéry nach Voiron entwickelte sich zu einem ereignisreichen Rennen, bei dem sich eine große Ausreißergruppe bildete und mehrere Fahrer um den Etappensieg kämpften. Die Strecke, die über knapp 175 Kilometer führte, bot besonders in den ersten 60 Kilometern durch das Bauges-Massiv und über den Col des Prés anspruchsvolle Anstiege.
Zu Beginn der Etappe setzten sich verschiedene Fahrer ab, um eine Fluchtgruppe zu bilden. Mads Pedersen (Lidl – Trek) war Teil eines Sextetts, das sich einen Vorsprung von 40 Sekunden auf eine Verfolgergruppe um Mathieu van der Poel erarbeitete. Diese Verfolgergruppe umfasste 23 Fahrer, während das Peloton über vier Minuten zurücklag.
Entwicklung der Ausreißergruppe
Die Dynamik des Rennens führte dazu, dass sich die Spitzengruppe immer wieder neu formierte. Pedersen, zusammen mit Healy, Stuyven, Engelhardt, Emil Verstrynge (Alpecin – Premier Tech) und Michal Kwiatkowski (Netcompany – Ineos), setzte sich von der restlichen Gruppe ab, konnte jedoch nur einen geringen Vorsprung halten. Kurz darauf schlossen Jorgenson, Healy und Le Berre zur Spitzengruppe auf, wodurch sich nun 19 Fahrer an der Spitze befanden. Der Abstand zum Peloton schmolz jedoch schnell auf 30 Sekunden.
Die Verfolgergruppe um van der Poel wuchs weiter an, als Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech) und weitere Fahrer den Anschluss schafften, wodurch die Gruppe auf 38 Fahrer anwuchs. Der Abstand zur Spitze betrug zu diesem Zeitpunkt über eine Minute. Der Belgier Jasper Stuyven (Lidl – Trek) versuchte, sich alleine an der Spitze zu halten und baute einen Vorsprung von 20 Sekunden auf die Verfolger auf. Er hatte das Ziel, seine erste Tour-de-France-Etappe zu gewinnen, nachdem er 2021 Zweiter auf der 7. Etappe geworden war.
Stuyven konnte seinen Vorsprung auf 35 Sekunden bei noch zehn Kilometern bis ins Ziel halten. Die Verfolgergruppe, die zwischenzeitlich auf 44 Mann angewachsen war und Philipsen umfasste, holte jedoch auf. Lidl-Trek übernahm die Tempoarbeit, und auch Movistar setzte eine Attacke. Letztlich wurde Stuyven vier Kilometer vor dem Ziel eingeholt.
Sprintentscheidung und Zwischensprints
Im weiteren Verlauf der Etappe kam es zu Zwischensprints, bei denen Pedersen weitere Punkte für die Sprintwertung sammelte. Er gewann einen Zwischensprint vor Planckaert und sicherte sich 25 Punkte. Philipsen wurde in der Verfolgergruppe Siebter und erhielt neun Zähler, wodurch Pedersens Vorsprung auf Philipsen in der Punktewertung 45 Punkte betrug.
Im Finale bereitete van der Poel den Sprint für Philipsen vor. Philipsen gewann schließlich überlegen seine erste Tour-de-France-Etappe in diesem Jahr, während Pedersen nichts entgegenzusetzen hatte. Die Etappe war auch für Teams wie Lotto – Intermarché und Movistar von Bedeutung, die noch keinen Etappensieg bei dieser Tour verbuchen konnten.
Die Strecke nach Voiron, die auf den letzten Kilometern eine 2,5 Kilometer lange 4-Prozent-Rampe aufwies, bot verschiedene Szenarien für die Teams. Jayco – AlUla, die bereits mit Mauro Schmid einen Etappensieg auf der 13. Etappe feiern konnten, sah sich in einer guten Position, um sowohl mit Ausreißern wie Schmid oder Felix Engelhardt als auch im Sprint mit Pascal Ackermann erfolgreich zu sein.
Einige Fahrer hatten während der Etappe Schwierigkeiten. Adam Yates (UAE – Emirates – XRG) hatte große Probleme und fuhr deutlich hinter dem Peloton, was Spekulationen über einen möglichen vorzeitigen Ausstieg aufkommen ließ. Auch Tim Wellens (UAE – Emirates – XRG) wartete auf Yates, um die Etappe gemeinsam zu beenden.
Die 17. Etappe der Tour de France 2026 endete mit dem Sieg von Jasper Philipsen.
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Source: eurosport.de