Timmy (wal): Die umstrittene Freilassung des Buckelwals Timmy

timmy (wal) — DE news

„Wir konstatieren hiermit, dass wir an der heutigen Entlassungsaktion des Wals weder beteiligt waren noch diese aktiv begleitet haben“, erklärte ein Vertreter der Geldgeber am 2. Mai 2026, als der Buckelwal Timmy in der Nordsee freigesetzt wurde. Die Bedingungen dieser Freilassung sind jedoch umstritten und werfen zahlreiche Fragen auf.

Timmy war zuvor aus einer Ostsee-Bucht an der Insel Poel geborgen worden. Nach mehreren Rettungsversuchen wurde er schließlich in die Nordsee gebracht — einer der meistbefahrenen Schifffahrtsrouten Europas. Die Freisetzung fand um 9 Uhr statt, doch es gibt keine öffentlichen Videoaufnahmen von diesem kritischen Moment.

Wichtige Fakten zur Rettungsaktion:

  • Der Peilsender, der Timmy begleiten sollte, funktioniert nur eingeschränkt und sendet sporadisch Daten.
  • 24 Stunden nach der Freisetzung lagen keine Informationen über die Position des Wals vor.
  • Die Umweltorganisation Greenpeace kritisierte die Rettungsaktion als gescheitert und äußerte Bedenken über den Gesundheitszustand des Wals.

Die Tierärzte, die Timmy betreuten, hatten Bedenken geäußert. „Es ist die Regel Nummer eins bei gestrandeten Walen, sie niemals, wirklich niemals in irgendeiner Weise an der Fluke zu ziehen“, betonte Fabian Ritter, ein erfahrener Tierarzt. Doch wie genau Timmy die Barge verlassen hat — das bleibt unklar.

Der Umweltminister Till Backhaus äußerte sich ebenfalls zu den Vorwürfen: „Wir müssen sicherstellen, dass solche Aktionen transparent und gut dokumentiert sind.“ Dennoch distanzierten sich die Geldgeber der Rettungsinitiative von der Freilassungsaktion und betonten, dass sie nicht für den Verlauf verantwortlich sind. Der Zustand des Wals nach der Freisetzung ist ungewiss; es besteht die Möglichkeit, dass er erneut stranden könnte.

„Der Buckelwal wurde in einer der meistbefahrenen Schiffsrouten Europas ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen“, sagte Thilo Maack von Greenpeace. Die anhaltende Unsicherheit über Timmys Wohlergehen macht deutlich, dass die Diskussion um solche Rettungsaktionen noch lange nicht beendet ist.